Haben Sie bereits einen Account?

  •   Personalisierte Inhalte
  •   Ihre Produkte und Ihr Support

Benötigen Sie einen Account?

Einen Account erstellen

Die faszinierende Geschichte des Wi-Fi – von Hawaii bis zum Mars

Artikel verfasst von Steven Heinsius

Ein Leben ohne Wi-Fi wäre unvorstellbar. Die positiven Folgen eines mobilen Internets sind in der gesamten Gesellschaft spürbar: von Strafverfolgungsbehörden über Gesundheits- und Bildungswesen bis natürlich hin zur Wirtschaft, wo es die Art und Weise, wie wir arbeiten, grundlegend verändert hat. 

In diesem Artikel zeigen wir die Geschichte – und Zukunft – von Wireless-Netzwerken auf, in der eines Tages die Wi-Fi-Verbindung bis zum Mars reichen könnte.

1971: ALOHANET

Die Einführung von Wi-Fi kann bis nach Hawaii ins Jahr 1971 zurückverfolgt werden, als ALOHANET die hawaiianischen Inseln über ein drahtloses UHF-Paketnetzwerk verband. Dies war ein früher Vorläufer des Ethernets und der IEEE-802.11-Protokolle.

1985: „Entsorgte“ Bänder werden geöffnet

Im Rückblick ebnete die von der Federal Communications Commission (FCC) getroffene Entscheidung, mehrere Bänder des Wireless-Spektrums zu öffnen, den Weg für die Umsetzung von Wi-Fi. „Entsorgte Bänder“ des Spektrums bei 900 MHz, 2,4 GHz und 5,8 GHz wurden beispielsweise Mikrowellengeräten zugewiesen, die Funkfrequenzenergie nicht für die Kommunikation, sondern für andere Zwecke nutzten.

1991: WaveLAN ebnet den Weg

Die NCR Corporation mit AT&T erfand den Vorläufer zu 802.11, ursprünglich für die Verwendung in Kassensystemen vorgesehen. Die ersten Wireless-Produkte erschienen unter dem Namen WaveLAN, der Erfindung des Wi-Fi zugeschrieben.

1992: Das Wi-Fi-Signal ist aus Versehen nicht verschlüsselt

Ein Schlüsselpatent, das in Wi-Fi verwendet wurde, wurde versehentlich in einem CSIRO-Forschungsprojekt entwickelt. 1992 und 1996 erhielt CSIRO Patente, die später in Wi-Fi verwendet wurden, um das Signal zu entschlüsseln.

1993: Erfindung von Hotspots

Das Konzept von lokalen Netzwerken mit öffentlichen Zugang, jetzt Hotspots genannt, wurde erstmals von Henrik Sjodin auf der NetWorld+Interop-Konferenz in San Francisco vorgeschlagen.

1997: IEEE 802.11

Wenn zwei Systeme miteinander kommunizieren, benötigen sie bestimmte Standards, die sie definieren, damit sie kommunizieren können. IEEE 802.11 bezieht sich auf die Standards, die die Kommunikation für Wireless Local Area Networks definieren. Die erste Version des Protokolls wurde 1997 veröffentlicht und bietet Verbindungsgeschwindigkeiten mit bis zu 2 Mbit/s.

1998: Wi-Fi-Hotspots werden Realität

Der Wireless-ISP-Provider MobileStart ist der erste, der einen Wi-Fi-Hotspot in einem Flughafen, in einem Hotel oder in einem Café einrichtet.

1999: Die Wi-Fi Alliance

Bis zu diesem Zeitpunkt wurde IEEE 802.11 als Name für die Technologie verwendet. Mehrere Unternehmen bildeten gemeinsam eine globale gemeinnützige Organisation, die das Ziel hatte, mit Wireless-Netzwerktechnologie die beste Benutzererfahrung zu erzielen. 2000 wurde das Brand-Consulting-Unternehmen Interbrand beauftragt, einen Namen für die Technologie zu finden – Das Ergebnis war „Wi-Fi“.

Die Non-Profit-Organisation benannte sich dann um in die Wi-Fi Alliance. Phil Belanger, ein Gründungsmitglied, deutete an, dass „Wi-Fi“ ein Wortspiel aus „Hi-Fi“ war. Interbrand entwickelte auch das Wi-Fi-Logo, um darauf hinzuweisen, dass ein Produkt für seine Interoperabilität zertifiziert wurde. Es stellt Yin und Yang dar, um die Interoperabilität aller Wi-Fi-zertifizierten Produkte zu signalisieren.

Beim 802.11-Standard gab es zwei Ratifizierungen. 802.11a und 802.11b waren auf dem Markt. 802.11a im 5-GHz-Band hatte weitaus mehr Kanäle und Bandbreite. Aber 802.11b mit nur 11 Mbit/s wurde später populär. Der Grund hierfür war die Abdeckung. Die niedrigere Frequenz mit 2,4 GHz hatte eine viel grössere „Zelle“ als die höhere 5-GHz-Frequenz.

Schnell, zuverlässig und sicher: Entdecken Sie die Netzwerklösungen von Cisco für kleine Unternehmen.

2000: 802.11b wird zur endgültigen WLAN-Technologie

Die Produkte mit den 802.11b-Standards kamen Anfang 2000 auf dem Markt. Die maximale Rohdatenrate betrug 11 Mbit/s. Infolge der Zunahme des Durchsatzes des Standards im Vergleich zum Original sowie der Preissenkung wurde es zur endgültigen Wireless-LAN-Technologie.

2003: Intel Centrino und 802.11g werden zum Standard

Der 802.11g-Standard – mit durchschnittlich 22 Mbit/s Durchsatz – wurde bereits vor der Ratifizierung schnell angenommen, da höhere Datenraten erforderlich waren und die Fertigungskosten gesenkt werden mussten.

Mit einer fortschrittlichen Form des Wechselspektrumverfahrens, das als Orthogonal Frequency Division Multiplexing (OFDM) bezeichnet wird, kann er Geschwindigkeiten von bis zu 54 Mbit/s im 2,4-GHz-Band erreichen, was die gleiche Datenrate wie 802.11a bietet, aber über eine weitaus längere Entfernung. Dies war der Hauptgrund, warum 802.11g so populär wurde.

Intel führte seine Centrino-Plattform 2003 ein, was bedeutete, dass neue Laptops mit nativem, Onboard-Wi-Fi ausgeliefert wurden. Sie mussten also keine separaten (teuren) CardBus (PCMCIA)-Karten mehr kaufen. Wi-Fi war standardmässig enthalten.

2007: Laptops ersetzen Desktops

Ein Wendepunkt in der mobilen Datenverarbeitung: Laptops ersetzten Desktops als Arbeits-PC. Vor 2007 waren Desktop-Computer Standard. Nach 2007 waren Laptops Standard. Plötzlich wurde Wi-Fi viel wichtiger als Ethernet.

Ein weiteres wichtiges Ereignis in diesem Jahr war die Einführung von 802.11i als Standard. Das kennen wir heute als WPA2-Verschlüsselung und es ersetzt WEP und WPA (2004) als Sicherheitsmechanismus. WPA2 hat die Zuverlässigkeit von Wi-Fi-Sicherheit drastisch verbessert und damit die Akzeptanz und Einführung von Wi-Fi in Unternehmen erhöht.

2008: iPhone 3G entfacht Masseneinführung

Das iPhone 3G, die zweite Generation des iPhone, wird mit einem echten nativen Wi-Fi-Client eingeführt. Dies löste die massenhafte Einführung von Smartphones aus und läutete das „Wi-Fi-Zeitalter“ ein.

2009: Geschwindigkeiten über 500 Mbit/s

802.11n wird im Oktober für die Nutzung in 2,4-GHz-und 5-GHz-Frequenzen mit Geschwindigkeiten von bis zu 600 Mbit/s genehmigt. Doch obwohl 600 Mbit/s Teil des 802.11n-Standards waren, gab es nie ein Produkt, das diese Geschwindigkeit tatsächlich unterstützte. Der Grund dafür ist, dass es vier räumliche Streams erfordert... Und es gab keine Clients, die das hatten.

2010: iPad und BYOD

Das iPad wird vorgestellt. Und es erwies sich als viel mehr als nur ein grosses iPhone. Ein neuer Begriff verbreitet sich auf dem Markt: „Bring your own Device“ (BYOD). Die Menschen besitzen ihre ersten Smartphones und Tablets, mit denen sie zuhause arbeiten, und wenden sich nun mit der Bitte an die IT, diese auch im Büro nutzbar zu machen.

2013: Wi-Fi 5

802.11ac (Wi-Fi 5) wurde auf dem Markt eingeführt und bietet bis zu 6,9 Gbit/s im 5-GHz-Band.

2014: Smart Homes und Citys

Smart-Home-Appliances und Smart City-Anwendungen werden zur Normalität – mit Wi-Fi-fähigen Thermostaten, Glühbirnen, Gebäudesicherheit, Überwachungs-und Kontrollsystemen, Küchengeräten, Automobilprodukten und tragbaren Geräten. Im selben Jahr kündigte Apple an, dass sein iPhone 6 Wi-Fi-Anrufe unterstützen würde.

2016: Wi-Fi für das IoT

Die Wi-Fi Alliance unterstützte 802.11ah für IoT-Verbindungen und nannte es HaLow. Ziel war es, Netzwerke mit vergrösserter Reichweite im 2,4-GHz-und 5-GHz-Bereich zu erstellen, mit Datengeschwindigkeiten von bis zu 347 Mbit/s. High Efficiency Wireless (HEW) hingegen wurde als Ergänzung zu HaLow angepriesen, um zusätzliche Internet of Things (IoT)-freundliche Funktionen hinzuzufügen.

2019: Ein Access Point, mehrere Geräte

802.11ax ist mit Orthogonal Frequency Division Multiplexing Access (OFDMA) ausgestattet, wodurch mehrere Geräte denselben Access Point und denselben Wi-Fi-Kanal gleichzeitig nutzen können – dies wäre besonders nützlich für eine große Anzahl an Geräten, die gemeinsam denselben Access Point nutzen. Es wird offiziell 2019 von IEEE ratifiziert und zielt darauf ab, die Leistung in dichten Gebieten wie Schulen, Sportstadien und Flughäfen zu verbessern.

2020: Verbesserungen der Akkulebensdauer

Um die Akkulaufzeit von Geräten und Sensoren in einem Netzwerk zu verbessern, könnte 802.11ba 2020 genehmigt werden.

2022: Eine halbe Milliarde Wi-Fi-Hotspots

Weltweit prognostiziert Cisco fast 549 Millionen öffentliche Wi-Fi-Hotspots bis 2022, viermal so viele wie im Jahr 2017 mit 124 Millionen Hotspots.

2025: Unbegrenzte Leistung!

Mike Ryan, Gründer von Fusion Futures, ist der Ansicht, dass 4G- und 5G-Netzwerke bis 2025 mit der Einführung von Wi-Fi-Netzwerken mit unbegrenzten Geschwindigkeiten überflüssig werden.

2030: Bis zum Mars und weiter?

Der SpaceX-Gründer Elon Musk hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Mars zu besiedeln. Werden wir im Jahr 2030 Wi-Fi-Zugang auf dem roten Planeten erleben?

Erfahren Sie mehr über Routing, Switching, Sicherheit, Wireless und IP-Telefone in unserem E-Book Small Business Networking Essentials.

Sehen Sie sich die Geschichte des Wi-Fi in unserer entsprechenden Infografik an.