Die Herausforderung für die Hi-Tech-Branche liegt darin, dass sie
erkennt, an welcher Stelle in der Hi-Tech-Wertschöpfungskette ein
Mehrwert entsteht, da die Nachfrage und die Gewinnmargen zurückgehen
(z.B. bei PCs und Consumer Electronics). Dieser Trend ist beispielsweise
in der Halbleiter- und Basis-Komponenten-Branche erkennbar, in der die
Gewinnmargen durch Massenproduktion und hohe Markteintrittskosten hoch
sind (20 bis 50 Prozent). Die Branche erkennt, dass die Montage von Hi-Tech-Produkten
keinen Mehrwert zum Verkauf des Produkts schafft. Spezialisierte Unternehmen
wie Selectron oder SCI verzeichnen dagegen ein großes Marktwachstum.
Es ist wichtig, zu identifizieren, welcher Teil der Beschaffungskette
ausgelagert werden (Outsourcing) oder im Unternehmen bleiben könnte/sollte
(Insourcing). Um den Kunden nicht aus dem Blick zu verlieren, setzen Hi-Tech-Unternehmen
Modelle für den Direktvertrieb und für Vertriebspartner ein.
Die Vertriebskanäle können dadurch in Konflikt geraten. Die
Chance besteht darin, die einzelnen Partner in das "Netzwerk"
einzubinden. Dies bedingt ein einheitliches Arbeitsschema und den Austausch
von Informationen (Optimierung und Automatisierung der Geschäftsprozesse).