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Pforzheim - Zentrum der Uhrmacherkunst und innovativer Netzwerkinfrastruktur

von Andreas Hurst

 

In Pforzheim gibt es zwei Dinge, die einen wichtigen Bestandteil unserer DNA bilden. Das erste sind Uhren. Unsere erste Uhren- und Schmuckfabrik wurde schon 1767 in den Ruinen eines alten Waisenhauses gegründet. Diese Branche wurde irgendwann aufgegeben, wurde im 20. Jahrhundert allerdings mit großem Erfolg wiederbelebt. In den 20er Jahren blühte die Uhrmacherei dank der Beliebtheit von Armbanduhren auf – damals ein neues und innovatives Konzept.

Der zweite wichtige Bestandteil unserer DNA ist, wie ernst wir unsere IT-Infrastruktur nehmen, die wir alle zehn Jahre proaktiv aktualisieren.

Einmal alle zehn Jahre nehmen wir eine vollständige Erneuerung unseres Netzwerks auf kommunaler Ebene vor. Wir beginnen mit einem vollständigen Design und denken dann über die Funktionalität nach, mit der wir nicht nur auf aktuelle Bedürfnisse reagieren, sondern uns auch besser auf zukünftige Anforderungen vorbereiten können.

Als IT-Leiter der Pforzheimer Stadtverwaltung gehört es zu meinen Aufgaben, die Überholung unserer IT zu beaufsichtigen. Die Bestimmung unserer Zukunftsziele und unserer Anforderungen in den nächsten fünf bis zehn Jahren gehört immer zu meinen obersten Prioritäten.

Die Uhrmacherkunst und Überholungen in der IT scheinen auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun zu haben, meiner Meinung nach gibt es aber bedeutende Überschneidungen. Sowohl bei der Uhrmacherei als auch bei der Erneuerung unserer Infrastruktur geht es vor allem um Effizienz. Wir müssen so systematisch wie möglich vorgehen, um mit der schnelllebigen Welt um uns herum mithalten zu können. Effizienz ist etwas, wofür Deutsche bekannt sind.

Ob man nun von unseren Uhren, unserem Schmuck, unseren Autos oder unserer Technologie spricht – Deutsche glauben fest daran, dass alles gleich beim ersten Mal richtig gemacht werden, aber auch kontinuierlich Leistung bringen muss.

 

Mangelnde Transparenz und Flexibilität

Pforzheim hat ungefähr 130.000 Einwohner bei einer Fläche von ca. 10.000 Hektar. Auch wenn die Stadt schon seit Jahrhunderten besteht, setzen wir stets alles daran, unseren Ruf als äußerst innovative, moderne Stadt aufrechtzuerhalten. Ein Großteil davon hängt mit unserer Infrastruktur zusammen.

Sehen Sie sich beispielsweise an, was wir auf kommunaler Ebene tun. Wir haben über 8.000 verschiedene Geräte, die auf 2.400 Benutzer verteilt sind. Dies umfasst ca. 700 Mobilgeräte und 1.000 Drucker in über 140 verschiedenen Gebäuden und 40 Schulen. Etwas in dieser Größenordnung zu warten ist immer eine Herausforderung, ganz zu schweigen von Aktualisierungen.

Die Leistung unserer IT wirkt sich in zwei wichtigen Bereichen sowohl auf mein Team als auch unsere Endnutzer aus. Der erste dieser Bereiche hängt mit der Zuverlässigkeit und Lesbarkeit des Netzwerks zusammen. Wenn ein Netzwerk nicht gut funktioniert, gilt dies auch für alle Anwendungen und die grundlegende Konnektivität für Endnutzer. Wenn wir der Tradition unserer Uhrenindustrie gerecht werden wollen, müssen wir immer auf dem aktuellsten Stand sein. Unsere Technologie muss mindestens so ausgeklügelt sein wie unsere Uhren.

Der andere wichtige Faktor ist Flexibilität. Wenn ein Benutzer das Gebäude wechselt, sollten wir in der Lage sein, seine Identität und Richtlinien zusammen mit ihm zu migrieren. All das sollte automatisch geschehen, da die Identität mit allen maßgeblichen Richtlinien von Anfang an vollständig ist.

Pforzheim hatte eine leistungsstarke Infrastruktur, wies in einigen wichtigen Bereichen aber Schwächen auf. Wir konnten alle Geräte sehen, die mit dem Netzwerk verbunden waren, hatten aber keine Kontrolle über sämtliche Sicherheitsparameter und Standards für diese Geräte. Dadurch wurde es unnötig kompliziert, Sicherheitsprobleme zu erkennen und zu lösen. Wir hatten keine Möglichkeit, Datenverkehr oder Netzwerke zu isolieren, um eine robuste Sicherheitsebene zu erstellen. Diese Lösung war für niemanden ideal, insbesondere aber für unsere Benutzer.

Ein weiterer Bereich, in dem unsere Infrastruktur Schwächen aufwies, war Transparenz. Wir brauchten die Möglichkeit, in das Netzwerk hineinzusehen, um die Kommunikationsströme und Verbindungen nachzuvollziehen.

Das alles heißt nicht, dass unsere Infrastruktur schlecht war. Ganz und gar nicht. Wir hatten viele verbundene Geräte und das Netzwerk war sehr schnell und zuverlässig. Das Problem ist nur, dass wir keine simple Ansicht hatten, mit der wir Probleme in unserem Netzwerk einfach identifizieren konnten.

Es lief alles gut, hätte aber besser laufen müssen. Genau darum geht es im Wesentlichen beim 10-jährigen Erneuerungsprojekt.

Bei diesem Projekt bestand eine wesentliche Veränderung darin, von einer klassischen Netzwerkinfrastruktur auf eine Netzwerk-Fabric umzustellen. Wir durchsuchten den Markt und ermittelten, welche Firmen uns die benötigte Lösung bieten könnten sowie die Flexibilität, das Netzwerk zu isolieren und bessere Einblicke in unsere Geräte zu erhalten.

 

Eine einzige Lösung

Unsere Suche nach der richtigen Lösung führte uns zu Cisco. Diese robuste, langjährige Partnerschaft ist bislang eine der bedeutsamsten in meiner ganzen Karriere. Ich war sofort von dem gesamten Cisco Ökosystem begeistert, mit dem es uns möglich war, einen Großteil der Cisco Produktionseinheiten in einem zentralen Cisco DNA Center-Dashboard zu vereinen.

Hatten wir anfangs keinerlei Transparenz in unserem Netzwerk, konnten wir nun plötzlich alles sehen und über einen einzigen Zugriffspunkt verwalten. Dies ist einer der wichtigsten Aspekte für unser Netzwerk: Wir können alles über eine simple Anzeige analysieren, verwalten, kontrollieren und automatisieren.

Am wichtigsten waren die von Cisco angebotenen Fabric-Systeme, mit Cisco DNA als Herzstück. Wir haben eine Lösung gefunden, die uns die nötige Flexibilität lieferte, um das Netzwerk zu isolieren und alle Metadaten zu sehen, die wir brauchten. Gleichzeitig war garantiert, dass wir über die Fabric für zukünftige Projektnetzwerke verfügten. Damit konnten wir uns auf alle zukünftigen Anforderungen vorbereiten, die mit der Zeit immer weiter wachsen und sich entwickeln. Darüber hinaus benötigte diese neue Implementierung weniger Ressourcen für den Betrieb der Netzwerke, was ein angenehmer Vorteil war.

 

Vereinfachtes Identitätsmanagement

Wir stehen derzeit noch am Anfang dieses Projekts. Dieses Jahr ging es vor allem um Entscheidungen – um das Finden der besten Ressourcen für unsere Anforderungen. Nächstes Jahr geht es um Maßnahmen – dann nehmen wir die nötigen Schritte vor, um anhand unserer neuen Einblicke handeln zu können.

Aktuell liegt unser Fokus auf dem Austausch unserer in die Jahre gekommenen Switches und sonstigen Assets und der Implementierung dieser neuen Sicherheitsschichten. Danach fangen wir an, weitere Geräte in die Fabric zu integrieren.

Dank unserer neuen Wireless-Infrastruktur können wir einen großen Schritt nach vorne in Sachen Sicherheit machen, insbesondere beim Identitätsmanagement. Die Cisco Identity Services Engine und Cisco SD-Access machen die Einrichtung von Profilen und die Verwaltung der Infrastruktur einfacher denn je.

Alles in allem war es eine wunderbare Erfahrung, mit Cisco zusammenzuarbeiten. Ebenso war es für uns aufregend, die Gelegenheit zu haben, gemeinsam ein Netzwerk der nächsten Generation aufzubauen. Wir werden der erste Kunde in Deutschland auf kommunaler Ebene sein, der diese Art von Technologie implementiert. In Zukunft dienen wir als beste Referenz für andere Städte und Kommunalverwaltungen. Aus dieser Sicht ist der Erfolg von Pforzheim auch ein Erfolg für Deutschland.

Pforzheims Geschichte ist ebenso reichhaltig, wie sie lang ist. Unsere Innovationen im Bereich der Schmuckfertigung und Uhrmacherei hat uns den Beinamen „Goldstadt“ eingebracht. Auch wenn die Technologie sich im Laufe der Jahre deutlich verändert hat, bleiben die einfachen Ziele dahinter unverändert: Wir legen vor allem Wert auf Effizienz und Zuverlässigkeit.

Diese Faktoren haben dazu geführt, dass Pforzheim ein Juwel der Vergangenheit wurde. Dank dieser Fortschritte – und dank Cisco – sind wir nun auf dem besten Weg, um auch zum Juwel der Gegenwart zu werden.

Andreas Hurst

IT-Leiter, Stadt Pforzheim