Fertigung

Vernetzung der weltweiten Betriebsabläufe von Nestlé

Mit Cisco SD-WAN, Cisco ThousandEyes und Cisco Secure Routern hat Nestlé einen einheitlichen Backbone mit zuverlässigen Netzwerkverbindungen, proaktiver Fehlerbehebung und umfassender Transparenz aufgebaut.

Neue Maßstäbe in puncto Ausfallsicherheit und Zuverlässigkeit


Als Antwort auf die mit Legacy-Systemen verbundenen Herausforderungen hat Nestlé seine Infrastruktur modernisiert, um von mehr Flexibilität, besserer Kontrolle und einer höheren betrieblichen Effizienz zu profitieren.

Nestlé

Nestlé ist der weltweit größte Lebensmittelhersteller und vertreibt mehr als 2.000 Marken in 185 Ländern. Das Unternehmen hat rund 270.000 Mitarbeitende an 1.700 Standorten.

Herausforderung

Die IT von Nestlé war mit einer kostspieligen Netzwerkinfrastruktur, fragmentierten Tools und Performanceproblemen konfrontiert. Unter anderem mussten folgende Herausforderungen bewältigt werden:

  • Teure MPLS-Links erhöhten die Betriebskosten, beeinträchtigten die Skalierbarkeit und hemmten die Netzwerkmodernisierung.
  • Komplexe Netzwerkinfrastrukturen und Tools führten zu Ineffizienzen, verkomplizierten das Management und beeinträchtigten die betriebliche Flexibilität.
  • Die eingeschränkte Transparenz der ISP- und internetbasierten Netzwerkperformance erschwerte die Fehlerbehebung und beeinträchtigte die Performance von Cloud-Apps.
  • In einigen Regionen bestanden Herausforderungen bei Sicherheit und Compliance. Diese erforderten richtlinienbasiertes Routing und zentrale Compliance-Kontrollen.

Lösung

Nestlé führte eine Suite von Cisco Lösungen ein, um Netzwerkverbindungen, Digital Experience, Sicherheit und Automatisierung in Büros und an Produktionsstandorten effizienter zu gestalten. Hierzu zählen:

  • Cisco SD-WAN mit MRF (Multi-Region Fabric) und einem für hohe Performance optimierten, softwaredefinierten Ansatz für ausfallsichere WAN-Datenverkehrsübermittlung
  • Cisco ThousandEyes für einen ganzheitlichen Überblick der Digital Experience in der gesamten Servicebereitstellungskette
  • Cisco Secure Router mit in den Core integrierter Sicherheit der nächsten Generation, u. a. KI-gestützte Automatisierung, Post-Quanten-Kryptografie und nahtloses Cloud-Management für ein zukunftssicheres WAN

Ergebnisse

Zentralisierte und vereinfachte Steuerung

Management von Zweigstellen, Rechenzentren und Clouds über ein zentrales Dashboard statt mit mehreren einzelnen Tools

Höhere Kosteneffizienz

Geringere Standleitungs- und Betriebskosten dank SD-WAN mit zentralem Management und Network-as-a-Service statt MPLS-Links

End-to-End-Netzwerktransparenz

Echtzeiteinblicke in Internetpfade und die Performance von Cloud-, SaaS- und Rechenzentrumspfaden

Hochverfügbarkeit und gesteigerte Performance

Automatisiertes Failover und Redundanz, niedrigere Latenz, weniger Störungen und eine Verfügbarkeit von 99,97 %

Von Legacy-Links zu einer Unified Fabric

Nestlé hat eine sehr große, weltweit verteilte Belegschaft und eine Unternehmensinfrastruktur, die Tausende von Zweigstellen und Hunderte von Produktionsstandorten, Lagern und Distributionszentren sowie drei Rechenzentren umfasst. Das Unternehmensnetzwerk ist daher für die Betriebsabläufe enorm wichtig. Jahrelang war das Unternehmen auf teure MPLS-Links (Multiprotocol Label Switching) angewiesen, die schwierig zu skalieren und zu verwalten waren, insbesondere da ab 2022 die meisten Anwendungen von Nestlé zur Cloud migriert wurden. Fragmentierte Managementtools erschwerten die Fehlerbehebung bei Latenzproblemen sowie das Management des Datenverkehrs zwischen Zweigstellen und den vier Cloud-Providern. Es war auch schwierig, eine konsistente Digital Experience für Cloud- und SaaS-Anwendungen (Software-as-a-Service) sicherzustellen. Ebenso komplex gestaltete sich bei der MPLS-Architektur das Management der Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien über die globalen Standorte hinweg.

„Jede Störung im Netzwerk kann schwerwiegende Folgen für unser Geschäft haben, weil die Produktion stillsteht, wenn die benötigten Anwendungen nicht funktionieren. Wir können unsere Produkte dann nicht rechtzeitig ausliefern“, erklärt Matteo di Maggio, Global Head of Networking bei Nestlé.

Nestlé entschied sich für einen zentralisierten Cloud-Backbone von Cisco, der eine der größten je bereitgestellten SD-WAN(Software-Defined Wide-Area Network)-MRF(Multi-Region-Fabric)-Lösungen umfasst. Die Cisco SD-WAN-MRF-Lösung kann über ein einziges Dashboard verwaltet werden und bietet mit Cisco ThousandEyes zentrale Einblicke in den gesamten Datenverkehr. Cisco Secure Router ermöglichen mehr WAN-Sicherheit, quantensichere Kryptografie, integrierten Schutz vor Bedrohungen und weitere Sicherheits- und Kontrollfunktionen.

„Mit unserer Lösung aus Cisco SD-WAN-MRF, Cisco ThousandEyes und Cisco Secure Routern können wir den Datenverkehr über mehrere Clouds und Provider hinweg dynamisch weiterleiten und überwachen. Dabei sind Sicherheit und Richtlinienmanagement direkt in die Fabric integriert“, so Ralf Huebenthal, Global Head of IT Platforms. „Dieses Maß an Kontrolle und Intelligence ist für ein so stark verteiltes und dynamisches Unternehmen wie Nestlé von entscheidender Bedeutung. Auf dieser Grundlage betreiben wir weltweit 1.700 Produktionsstandorte und Büros, die über drei globale Regionen, drei Rechenzentren und vier Public-Cloud-Umgebungen hinweg nahtlos miteinander verbunden sind.“

Matteo di Maggio berichtet, wie SD-WAN die Verfügbarkeit für sein Team gesteigert und das Netzwerk für die Anforderungen der Zukunft gerüstet hat.

Konnektivität ohne Einschränkungen

Mit der SD-WAN-Architektur von Cisco hat Nestlé sein globales Netzwerk zu einem einheitlichen, ausfallsicheren und leistungsstarken Ecosystem transformiert. Die dynamische Datenverkehrsoptimierung mit anwendungsbasiertem Routing sorgt basierend auf Echtzeit-Netzwerkbedingungen dafür, dass kritische Geschäftsanwendungen und Lieferkettensysteme über die jeweils besten verfügbaren Pfade geroutet werden. Die Application Performance bei Nestlé hat sich dank der niedrigeren Latenz um schätzungsweise 35 bis 40 % verbessert. Die Sicherheit wurde durch integrierte Verschlüsselung und zentrale Compliance-Kontrollen verbessert. Die Verfügbarkeit des Netzwerks liegt nun konsistent bei 99,97 %.

„SD-WAN bietet Internetverbindungen ohne Einschränkungen“, erklärt Giovanni di Marzio, SD-WAN Architect bei Nestlé. „Wir können unser eigenes Overlay erstellen, um jede Transport-Netzwerkinfrastruktur zu betreiben, und haben die Freiheit und Flexibilität, die Netzwerkarchitektur für jedes Büro und jede Region gezielt auszuwählen. Statt 2.000 Router-Protokolle einzeln zu prüfen, haben wir ein zentrales Dashboard für das Netzwerkmanagement und eine zentrale Plattform, um die Konfigurationen für alle Nestlé-Standorte zu orchestrieren.“

„In den letzten zwei Jahren hat sich die Anzahl der Support-Tickets und kritischen Vorfälle um 80 % verringert – ein großartiges Ergebnis“, berichtet Andrea Castano, Senior Platform Manager for Connectivity Products bei Nestlé. „Wir können unterschiedliche Netzwerkservices zuverlässig bereitstellen, wo immer sie benötigt werden. Es handelt sich um ein einziges Overlay, das alle Medien, alle Netzwerkverbindungen – Glasfaser, Satellit und mobiles Breitband wie LTE und 5G – nutzen kann.“ Zum Konfigurieren der verschiedenen Standorte werden standardisierte Vorlagen eingesetzt, damit die IT-AdministratorInnen nicht jedes Mal bei null beginnen müssen.

Um End-to-End-Sichtbarkeit zu erreichen und Daten für das proaktive Management der digitalen Performance nutzen zu können, entschied sich Nestlé für ThousandEyes, eine Cloud-basierte Assurance-Plattform, die Sichtbarkeit, Monitoring und Einblicke in das Internet, die Cloud und die Unternehmensnetzwerke bietet. Für die Internet- und Cloud-First-Architektur des Unternehmens bietet ThousandEyes Echtzeiteinblicke in Internetpfade, die ISP-Performance (Internet Service Protocol) und die Performance von Cloud-Anwendungen. Dies beschleunigt die Fehlerbehebung erheblich und reduziert Probleme im Netzwerk, welche die Netzwerkverbindungen und die Quality of Service gefährden. Ein konkretes Beispiel: Als im März 2025 das PEACE-Unterseekabel in Ostafrika gekappt wurde, was sich auf den Datenverkehr zwischen Ägypten und Singapur auswirkte, waren viele Unternehmen wochenlang offline, während Nestlé in weniger als einem Tag wieder betriebsbereit war.

Die Einblicke und prädiktiven Analysen von ThousandEyes erstrecken sich auch auf den Anwendungsdatenverkehr der einzelnen Nestlé-Niederlassungen und sorgen bei Tools wie Microsoft Office 365 und Salesforce für eine konsistente Digital Experience. In einer isolierten Region konnte ThousandEyes die grenzüberschreitende Netzwerkperformance überwachen und Engpässe in Pfaden identifizieren und beheben, die sehr strikten regionalen Auflagen unterlagen.

Andrea Castano berichtet, wie Standorte mithilfe von SD-WAN-Vorlagen standardisiert werden konnten und wie ThousandEyes das proaktive Monitoring von Anwendungen ermöglicht.

Vernetzte Smart Factorys und KI

Von zuverlässigen Hochgeschwindigkeits-Netzwerkverbindungen profitieren auch die Smart Factorys von Nestlé mit vernetzten Fertigungslösungen, die Maschinen, Sensoren, Internet of Things (IoT), Industrial IoT (IIoT) und Operational Technology (OT) umfassen. Echtzeit-Monitoring von Werks- und Lagerumgebungen, fortschrittliche Analysen und proaktive Warnmeldungen haben die Ausfallzeit in der Produktion minimiert. Dashboards bieten Einblick in Metriken wie Temperatur, Emissionen und den Gerätezustand, was eine datengestützte Entscheidungsfindung ermöglicht.

„Wir bei Nestlé passen uns nicht reaktiv an Veränderungen an, sondern berücksichtigen die Möglichkeit von Veränderungen schon bei der Entwicklung“, so Ralf Huebenthal. „KI verbessert zum einen unsere Betriebsabläufe und verändert zum anderen den Umfang, die Geschwindigkeit und die Komplexität unserer Arbeit. Außerdem wird mehr Datenverkehr in unserem Netzwerk schneller übertragen: von den Produktionsstandorten zu den Cloud-Plattformen und von den Verbrauchern zu den kritischen Anwendungen. Daraus entstehen neue Anforderungen daran, wie wir Daten im großen Stil verschieben, verwalten und schützen können – über alle Standorte, Märkte und Marken hinweg.“

Andrea Castano erinnert sich, wie er auf der Cisco Live vor zwei Jahren zum ersten Mal von Cisco Multi-Region-Fabric-SD-WAN hörte. „Cisco konnte unser Problem nachvollziehen und eine Lösung anbieten. Heute verfügen wir über die Flexibilität, Ausfallsicherheit und Bereitschaft, die wir benötigen, um die Netzwerkanforderungen einer großen, globalen Marke zu erfüllen, die sich in Bezug auf Skalierung und Komplexität schnell weiterentwickelt.“

Giovanni di Marzio gibt Einblicke in die Cisco Secure Router der 8000-Serie, die hohe Performance und robuste Sicherheit bieten.

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