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Mit DevOps eine agilere, automatisierte Organisation aufbauen

Renee Robinson Stromberg, Cisco Senior Marketing Manager

In einem vom Wettbewerb geprägten Geschäftsumfeld steht Automatisierung für Serviceanbieter heute mehr als je zuvor im Mittelpunkt. Viele setzen dabei auf DevOps, um eine „Automatisierungskultur“ zu schaffen, die schneller auf Veränderungen reagieren kann.

In der Vergangenheit standen Anbieter der Automatisierung oft misstrauisch gegenüber, doch neue Trends haben zum Umdenken geführt. Allen voran müssen sie nun die Bereitstellung von Enterprise-Konnektivität und Mehrwertdiensten automatisieren.

Unternehmenskunden sind nicht länger bereit, Wochen oder gar Monate auf neue Dienste und die Umsetzung von Änderungen zu warten. Sie erwarten von ihren Kommunikationsanbietern, dass sie Teil der On-Demand-Welt werden, die wir heute von allen anderen Aspekten unseres Lebens gewohnt sind. Sie möchten die Vorteile von BoD (Bandwidth on Demand) und Self-Service-Angeboten nutzen. Doch all diese Punkte verlangen einen hohen Grad an Automatisierung.

Auch die zunehmende Mobilität treibt die Automatisierung voran, da mit ihr auch der Datenverkehr schnell zunimmt. Nutzer erwarten neue Dienste wie zum Beispiel mobiles Video. Die Automatisierung kann dabei helfen, diese Erwartungen zu erfüllen und gleichzeitig dem Verlust von Kunden entgegenzuwirken.

Schließlich prüfen Anbieter auch ernsthaft den IoT-Markt und die damit verbundenen Chancen zur Umsatzsteigerung. Die Konfigurierung und Verwaltung einer großen Anzahl von Geräten und Sensoren ist allerdings teuer. Hier kann eine Automatisierung helfen, die Kosten unter Kontrolle zu behalten.

 

DevOps ermöglicht Automatisierung

Anbieter haben seit Jahren meist erfolglos versucht, ihr Netzwerkmanagement zu automatisieren. Doch nun steht mit DevOps ein agilerer, einfacherer Ansatz zur Verfügung. Ein Ansatz, der mit der Automatisierung im Blick entwickelt wurde. DevOps hilft, die Grenzen zwischen den verschiedenen Teams, die die Produkt- und Servicebereitstellung umsetzen sollen, zu überwinden.

DevOps ist eng mit Softwareentwicklung und IT verbunden. Heutzutage spielt Software in Netzwerken zunehmend eine führende Rolle. Auch hier kann DevOps bei der Verwaltung ein leistungsstarkes Tool sein. Es verbessert die Beziehungen zwischen den Netzwerk-Service-Designern und den Technikern, die die betrieblichen Änderungen am Service umsetzen. Die Verantwortung für die Automatisierung des Netzwerkbetriebs übernehmen die Techniker dabei direkt. Sie sind schließlich diejenigen mit dem umfassendsten Know-how und der meisten Erfahrung bezüglich des Netzwerks.

IT-Abteilungen haben Netzwerkautomatisierungsprojekte traditionell unter Einsatz eines Wasserfallmodells bearbeitet. Bei diesem Ansatz übergeben IT-Architekten ihre Anforderungen an die Programmierer. Die Programmierer setzen die Automatisierung anschließend um, bevor sie das Resultat bei Abschluss des Projekts „überreichen“. Dieser Prozess ist meist langsam und teuer. Da Programmierer nicht unbedingt Netzwerkexperten sind, lassen die Ergebnisse oft zu wünschen übrig. Der DevOps-Ansatz dagegen gibt Anbietern die Möglichkeit, sich das Wissen von Domain-Experten zunutze zu machen. So können Zeit und Geld gespart und Nutzern bessere Funktionen und Dienste bereitgestellt werden.

 

Drei Aspekte von DevOps

Wie können Sie den DevOps-Ansatz für Ihr Netzwerk nutzen? Konzentrieren Sie sich auf 3 Schlüsselbereiche.

1. Menschen, Prozesse, Kultur

DevOps baut auf einer bestimmten Unternehmenskultur auf. Mitarbeiter müssen bereit sein, über individuelle Funktionen und Abteilungen hinaus für die Erreichung der Geschäftsziele zusammenzuarbeiten. Ihre DevOps-Teams müssen sich auf Geschäftsergebnisse und nicht nur auf ihre technische Aufgabe oder ihre Abteilung konzentrieren. DevOps ist zudem in einem starken Glauben an die Automatisierung verankert. Dabei ist eine offene Einstellung gegenüber Experimenten erforderlich, um das Teilen und Wiederverwenden von Informationen und Ideen anzuregen. Eine entsprechende DevOps-Kultur zu schaffen, ist nur der erste Schritt, es ist aber gleichzeitig der schwerste. Es erfordert spezielle Programme, wie zum Beispiel Domain 2.0 von AT&T, und die Umsetzung kann Jahre dauern. Das gilt besonders für große Organisationen.

2. Praktiken

DevOps umfasst zahlreiche verschiedene Praktiken. DevOps lässt Sie Ihre Infrastruktur als Code betrachten und Ihre Entwicklungs- und Betriebsteams Tools teilen. Außerdem erhalten Sie die Fähigkeit, kontinuierlich neue Features und Funktionen zu entwickeln. Diese können ohne Systemausfallzeiten in einen bestehenden Code integriert werden. Zu den Beispielen von DevOps-Praktiken gehören automatisierte Tests, Release-Management und Bereitstellungsprozesse. Diese Aspekte können Ihnen dabei helfen, die Risiken bei der Einführung neuer Funktionen zu minimieren und die entsprechende Integration zu kontrollieren. Änderungen lassen sich automatisch einen Schritt zurücksetzen und wieder umsetzen. Über ein automatisiertes Monitoring erhalten Sie Zugang zu Daten, mit denen Sie Feedbackschleifen optimieren und die Betriebsqualität verbessern können. Es ist von größter Bedeutung, dabei nicht zu vergessen, dass die Deprovisionierung für den Ressourcenverbrauch ebenso wichtig ist wie die Provisionierung. DevOps geht davon aus, dass Sie Ihren Kunden einen On-Demand-Service bieten möchten, den diese eigenständig nutzen können.

3. Tools

Mit DevOps können Sie sich die Vorteile verschiedenster Tools zunutze machen. Zahlreiche davon sind offene bzw. Open-Source-Tools. Viele Ihrer Netzwerktechniker werden diese bereits kennen. Sie schreiben Skripts heute bereits in Python, Perl und anderen Sprachen. Bei der Einführung von DevOps müssen Ihre Tools unterstützt, systematisiert und auf die übergeordneten Automatisierungsziele ausgerichtet werden.

 

Die sorgfältige Planung ist der Schlüssel

Das Verständnis der Grundlagen von DevOps gibt Ihnen eine großartige Plattform, auf der Sie aufbauen können. Dennoch ist es wichtig, schon im Vorfeld die Grenzen von DevOps-Tools und die Herausforderungen bei der Automatisierung Ihres Netzwerks zu verstehen. Um Hybrid-Netzwerke oder ein komplexes virtualisiertes Netzwerk zu automatisieren sind Skript-Runtime-Konfigurationen erforderlich. Diese unterscheiden sich deutlich von statischen, auf Vorlagen basierenden Konfigurationen, die für IT-Anwendungen entwickelt wurden. Um Ihr Netzwerk voll zu automatisieren, müssen Sie eine Hybrid-Form von DevOps einrichten. Das bedeutet, dass die Automatisierungsfähigkeiten von Tools zur Service-Orchestrierung in den DevOps-Ansatz integriert werden müssen. Mit der richtigen Strategie kann sich auch Ihre Organisation die Vorteile von DevOps zunutze machen. DevOps kann Ihnen die Leistungsfähigkeit, Agilität und Kosteneinsparungen liefern, mit denen Sie Ihren Wettbewerbern stets einen Schritt voraus sein werden.

 

Mehr erfahren

Um zu erfahren, wie Sie Ihre Agilität im Markt zur Nutzung neuer Chancen steigern können, lesen Sie das Weißbuch von Heavy Reading DevOps for Network Engineers: The Implications for Network Automation

 

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