Wenn Endpunkte mit sicherem Client hinter einem MX75-Netzwerktunnel bereitgestellt werden, der eine Verbindung mit sicherem Zugriff herstellt, sind die Roaming-Client- und Benutzeridentitäten im System nicht richtig sichtbar. Die folgenden spezifischen Verhaltensweisen werden beobachtet:
Dieses Verhalten verhindert eine ordnungsgemäße Identitätstrennung und Richtlinienanwendung für Endpunkte, die über die Netzwerk-Tunnelinfrastruktur verbunden sind.
Das Problem wurde durch die Implementierung einer Workaround-Konfiguration mithilfe eines registrierten Netzwerks behoben, anstatt sich auf die Roaming-Identitätstransparenz durch den MX75-Netzwerktunnel zu verlassen.
Schritt 1: RSM (Roaming Security Module) mit registriertem Netzwerk konfigurieren
Ersetzen Sie die vorhandene Netzwerk-Tunnel-Konfiguration durch eine RSM-Bereitstellung in Kombination mit einer Konfiguration für ein registriertes Netzwerk. Diese Konfiguration ermöglicht die korrekte Identitätszuweisung und Richtlinienanwendung.
Phase 2: Identitätstransparenz überprüfen
Überprüfen Sie nach der Implementierung der Konfiguration des registrierten Netzwerks Folgendes:
Die Benutzeridentitäten werden in der Aktivitätssuche richtig angezeigt.
Roaming-Client-Identitäten sind sichtbar und korrekt zugeordnet
Verkehrslenkungsregeln basierend auf Benutzer- und Client-Identitätsfunktion wie erwartet
Schritt 3: Funktionen zur Prüfung der Verkehrssteuerung
Überprüfen Sie, ob domänenbasierte Verkehrssteuerungsregeln und identitätsbasierte Richtlinien in der neuen Konfiguration korrekt angewendet werden.
Bei Umgebungen, in denen eine Identitätstrennung über private Netzwerke nicht erforderlich ist, sollten Sie die Implementierung von RSM (Internet Configuration) in Betracht ziehen. Bei diesem Ansatz wird RSM-Datenverkehr direkt an das Internet gesendet, anstatt ihn über den privaten Netzwerktunnel zu leiten. So wird eine angemessene Identitätstransparenz sichergestellt und die Sicherheitskontrollen aufrechterhalten.
Während der Fehlerbehebung wurden Diagnosedaten unter Verwendung von policy.test.sse.cisco.com gesammelt, um das Identitätszuweisungsverhalten zu demonstrieren, wenn sich die Endpunkte hinter dem MX75-Tunnel befanden. Die Analyse hat bestätigt, dass das Routing von Roaming-Identitäten durch einen Netzwerktunnel zwar technisch möglich ist, für dieses spezielle Bereitstellungsszenario jedoch nicht empfohlen oder unterstützt wird.
Die Ursache hängt damit zusammen, wie Secure Access die Identitätszuweisung handhabt, wenn der Datenverkehr durch die Netzwerk-Tunnelinfrastruktur fließt. Wenn Endpunkte eine Verbindung über den MX75-Netzwerktunnel herstellen, ordnet das System den gesamten Datenverkehr der Tunnelidentität zu, anstatt die einzelnen Roaming-Client- und Benutzeridentitäten beizubehalten. Dieses Verhalten ist für Netzwerk-Tunnelverbindungen konzipiert, steht jedoch im Widerspruch zu der Anforderung nach individueller Identitätstransparenz und Richtlinienanwendung.
Obwohl es technisch machbar ist, Roaming-Identitäten durch Netzwerktunnel zu routen, wird diese Konfiguration aufgrund der oben beschriebenen Einschränkungen bei der Identitätszuweisung nicht empfohlen oder als Standard-Betriebsablauf unterstützt.
| Überarbeitung | Veröffentlichungsdatum | Kommentare |
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1.0 |
14-May-2026
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Erstveröffentlichung |