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Cisco Connect: „Fog Computing" macht das Internet of Everything erst möglich

  • Daten werden direkt am Netzwerk-Zugang analysiert
  • Entscheidungen vor Ort sind möglich und entlasten Übertragungswege
  • Fog ergänzt Cloud bei Echtzeitanwendungen und Big-Data-Herausforderungen

MÜNCHEN, GERMANY--(Marketwired - Nov 26, 2014) - Cisco hat auf der Cisco Connect 2014 in Berlin neue Details zum „Fog Computing" vorgestellt. „Fog Computing bringt Analyse-, Verarbeitungs- und Speicher-Funktionen an den Rand des Netzwerks", sagt Kay Wintrich, Technical Director von Cisco Deutschland. „Im Fog reduzieren wir die Datenmenge auf die wirklich wichtigen Informationen. Damit entlasten wir die Übertragungswege, sparen Speicherplatz in der Cloud und erhöhen gleichzeitig die Datensicherheit und die Servicequalität. Außerdem lassen sich auf Basis der Datenanalyse in Echtzeit notwendige Steuerbefehle absetzen, was speziell für die Prozesssteuerung in der Industrie kritisch ist. Im Internet of Everything, in einer komplett vernetzen Welt, ist das die einzige Möglichkeit, mit der großen Menge der anfallenden Daten umgehen zu können."

Das Prinzip funktioniert ähnlich wie im Flugverkehr. Hier entscheiden die Flughäfen vor Ort, an welchem Gate Start oder Ankunft abgewickelt werden. Dazu ist keine bundesweite Zentrale nötig. Die zentrale Flugsicherung ist dagegen für die übergreifende Koordination der Flüge zuständig.

Auf die IT übertragen bedeutet das: Übergreifende Auswertungen von Daten aus mehreren Informationsquellen geschehen in der Cloud. Lokale Entscheidungen werden dagegen über Fog Computing am Rand des Netzwerks getroffen, da dies deutlich effizienter und schneller geschieht als über weit entfernte Rechenzentren, wo nur noch aggregierte Informationen gespeichert werden.

Mögliche Einsatzszenarien

In der künftigen Praxis heißt das: Mit Hilfe von Fog Computing kann eine intelligente Verkehrssteuerung mit Hilfe von Videokameras Einsatzfahrzeuge erkennen und eine grüne Welle schalten. Gibt es in Güterzügen ein Problem mit der Ladung, erkennen dies Sensoren und stoppen den Zug an der nächsten Station. Dazu sind keine Daten mehr an ein Rechenzentrum zu schicken, sondern die Analyse und Reaktion geschieht vor Ort. „Fog Computing ist daher eine wichtige Komponente hin zum Internet of Everything und treibt die intelligente Vernetzung und schnelle Nutzung voran", erklärt Kay Wintrich.

Lösung für explosives Datenwachstum

„Bereits heute sind etwa 25 Milliarden intelligente Objekte miteinander vernetzt und produzieren riesige Datenmengen ", so Kay Wintrich. Das Datenwachstum entwickelt sich dabei deutlich schneller als die Übertragungsraten. Daher dürfte in Zukunft der Datentransfer zum entfernten Rechenzentrum einen deutlichen Engpass darstellen. „Abhilfe schafft hier Fog Computing, das eine erste, schnelle Analyse der Daten am Rand des Netzwerks erlaubt. Zur weiteren Entlastung der Rechenzentren lassen sich Informationen zwischenspeichern und aggregieren", erläutert Wintrich weiter.

Für Fog-Computing-Anwendungen erlaubt Cisco die Installation eines weiteren Betriebssystems auf Netzwerkgeräten. Das klassische IOS von Cisco regelt die primären Funktionen des jeweiligen Geräts, also beispielsweise das Switching und Routing. Parallel dazu ermöglicht das zweite Betriebssystem, auf dem Gerät selbst entwickelte Anwendungen zu installieren, die sich über einen App Store auch kommerziell zur Verfügung stellen lassen.

Der Begriff „Fog" (englisch für „Nebel") lehnt sich an den Begriff „Cloud" (Wolke) an. Während die Cloud für große, zentralistische Rechenzentren steht, bezeichnet Fog verteilte Mikro-Recheneinheiten in der Nähe der Endgeräte.

Fog Computing ist einer von neun Technologietrends, die im Cisco Technology Radar (http://www.cisco.com/go/techradar) näher untersucht werden. Im Rahmen des Technology Radar arbeiten rund 80 Cisco-Experten daran, aus internen und externen Informationsquellen Trends und Lösungsansätze für künftige IT-Anforderungen zu identifizieren.

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