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Cisco Annual Security Report: IT-Gefahren werden alltäglich

Reguläre Web-Anwendungen riskanter als illegale

MUNCHEN - (02/18/2013) - Cisco hat zwei weltweit durchgeführte Studien veröffentlicht, die aktuelle und kommende Sicherheitsgefahren zeigen. Demnach sind reguläre Internet-Anwendungen riskanter als illegale und junge Mitarbeiter legen immer weniger Wert auf Datenschutz.

Suche gefährlicher als illegale Software

Der Cisco 2013 Annual Security Report (ASR) hat ermittelt, dass die größten Online-Sicherheitsgefahren - entgegen dem allgemeinen Glauben - nicht von zweifelhaften Spiele-, Pharma- oder Porno-Seiten ausgehen, sondern von regulären Suchmaschinen, Webshops oder Online-Werbung. Zum Beispiel enthalten Webshops 21-mal und Suchmaschinen 27-mal häufiger schädliche Inhalte als Seiten mit gefälschter Software. Online-Werbung verbreitet sogar 182-mal wahrscheinlicher Malware als Pornoseiten.

Datenschutz nicht mehr angesagt

Für Unternehmen steigt dadurch die Gefahr, da viele Mitarbeiter berufliche Anwendungen und Geräte auch privat einsetzen - im Büro, zu Hause oder unterwegs. Die Folgen für die Sicherheit von Firmen durch diesen Trend zur Konsumerisierung verdeutlicht der Cisco Connected World Technology Report (CCWTR). Demnach machen viele junge Mitarbeiter der Generation Y Abstriche bei der Sicherheit, wenn sie zwischen Datenschutz und dem Wunsch nach sozialen und persönlichen Online-Erfahrungen abwägen. Gemäß der Studie glauben viele junge Mitarbeiter, dass das Zeitalter des Datenschutzes zu Ende geht, drei von fünf sogar, dass es bereits vorbei ist. Tatsächlich sagen mehr Befragte der Generation Y weltweit, dass sie sich wohl dabei fühlen, persönliche Daten an Shopping-Sites herauszugeben als an die IT-Kollegen in ihrem Unternehmen - obwohl diese dafür bezahlt werden, Identitäten und Geräte der Mitarbeiter zu schützen.

Die Generation Y tritt zunehmend in das Arbeitsleben ein und fordert die bestehenden Unternehmenskulturen sowie-richtlinien durch ihre Erwartungen an die freie Nutzung von Sozialen Medien, neuen Gerätetypen und mobilen Anwendungen heraus. Bereits das erste Kapitel des CCWTR im Dezember 2012 zeigte, dass die Generation Y ständig Soziale Netzwerke, E-Mail und SMS auf Aktualisierungen prüft. Dieser Lebensstil bestimmt nun immer stärker die künftigen Arbeitsprozesse sowie den Wettbewerb um die besten Talente. Doch die Sicherheitsstudien zeigen, dass dadurch für Unternehmen auch neue Gefahren in bisher unbekannter Größenordnung entstehen.

Weitere Ergebnisse

Die Malware für Android stieg von 2011 auf 2012 zwar extrem um 2.577 Prozent, macht aber immer noch nur 0,5 Prozent des gesamten Aufkommens aus. Die meisten Schadprogramme insgesamt wurden in den USA (33,14%) entdeckt, Deutschland liegt auf Platz 5 mit 6,11 Prozent.

Das Spamvolumen sank um 18 Prozent, an den Wochenenden sogar um 25 Prozent. Die am meisten gefälschten Marken waren Medikamente wie Viagra, gefolgt von Luxusuhren. Es werden aber immer mehr aktuelle Ereignisse wie der Erstverkauf von Windows 8 oder Apple iPhone 5 genutzt.

Obwohl neun von zehn IT-Mitarbeitern sagen, dass ihr Unternehmen Sicherheitsrichtlinien für die Gerätenutzung besitzt, wissen das nur zwei von fünf Generation-Y-Mitarbeitern. Und davon halten sich vier von fünf Mitarbeitern bewusst nicht daran. Zwei von drei glauben sogar, dass die IT kein Recht dazu hat, ihr Online-Verhalten zu überwachen - nicht einmal bei der Nutzung von Firmengeräten im Firmennetz.

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Bildmaterial gibt es im Flickr-Fotostream von Cisco unter http://www.flickr.com/photos/ciscogermany

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