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Drei Campus-Netzwerke über ein zentrales Dashboard verwalten

Von Henning Bohlken

Lead Network Engineer bei Jade Hochschule/Januar 2020/ Lesezeit: 5 Min

Sich Zeit nehmen, die richtige Lösung zu finden

Als Systemadministrator der Jade Hochschule ist es meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Studierenden heute die gleichen Möglichkeiten zum Lernen, Weiterbilden und Experimentieren erhalten wie ich selbst während meines eigenen Studiums hier. Leider konnten wir mit unserer physischen Netzwerkarchitektur den Lernenden kein angemessenes Servicelevel bieten.

Seit dem Weggang meines Kollegen Anfang letzten Jahres betreue ich unsere drei Campus-Standorte allein. Angesichts dieser großen Verantwortung bin ich ständig auf der Suche nach Tools, mit denen ich das Management unserer Infrastruktur optimieren kann.

Jade Hochschule ist eine regionale Hochschule mit drei Campus-Standorten in Wilhelmshaven, Oldenburg und Elsfleth und nach dem Fluss benannt, der durch die drei Städte fließt. Sie wurde 2009 nach der Fusion zweier Fachhochschulen gegründet und bietet heute Bachelor-und Master-Abschlüsse für 7.600 Studierende in den Bereichen Architektur, Bauwesen, Geoinformation, Gesundheitstechnologie, Wirtschaft, digitale Medien, Seefahrt, Logistik und IT-Management an.

Ich bin hier in Wilhelmshaven aufgewachsen und habe meine Hochschulausbildung an diesem Campus abgeschlossen. Das war 2003, sechs Jahre vor der Fusion zur Jade Hochschule. Ich habe HF-Technologie und Mobiltelefonie studiert. Ich habe auch ein Praktikum bei Vodafone absolviert, mich im letzten Studienjahr aber zur IT umorientiert.

Das war eigentlich nicht geplant. In der Telekommunikationsbranche gab es damals viel Arbeit. Die deutschen Netzbetreiber führten UMTS ein, und ich hätte in eine größere Stadt gehen können, um für einen der großen Anbieter zu arbeiten. Da mir jedoch hier an meiner Heimatuniversität eine Stelle angeboten wurde, habe ich mich entschieden, in Niedersachsen zu bleiben. Ich war froh, meine Laufbahn in diesem vertrauten Umfeld beginnen zu können.

Ich lerne gern, und das Studium war eine gute Gelegenheit, mögliche Karrierechancen zu entdecken. Daher war der Wechsel sehr einfach, und ich habe ihn bisher nicht bereut.

Unser lokales IT-Infrastrukturmanagement funktionierte nicht

In der Vergangenheit wurde die IT-Infrastruktur an jedem Campus vor Ort verwaltet. Bei Problemen oder wenn in Elsfleth oder Oldenburg eine Änderung erforderlich war, musste ein Mitglied des IT-Teams die 60 Kilometer dorthin fahren, die Aufgabe erledigen und wieder zurück fahren. Dadurch entstanden zusätzlich zur Arbeitszeit allein zwei Stunden Fahrtzeit.

Wenn das Netzwerk remote bereitgestellt und konfiguriert werden kann, fällt die gesamte Fahrtzeit weg.

Für unsere Benutzer war die Situation genauso ungünstig. Ein Student aus Wilhelmshaven konnte beispielsweise Probleme haben, sich beim Netzwerk in Oldenburg anzumelden, weil von den Access Points an den verschiedenen Standorten nicht dieselben Anmeldeinformationen akzeptiert wurden. Dieses Problem ließ sich auch nicht ohne Weiteres beheben.

Darüber hinaus nutzte jeder Campus einen eigenen Internetzugang. Anfang 2019 ließen wir uns jedoch an eine 10-Gigabit-Glasfaserverbindung anschließen, über die unsere drei Standorte vernetzt und unsere Netzwerke konsolidiert wurden. Diese verbesserte Architektur ebnete den Weg für eine zentralisierte Netzwerkmanagementlösung. Ich hatte Cisco DNA Center bereits 2018 auf unserem Campus in Wilhelmshaven installiert. Letztes Jahr schuf ich jedoch die Voraussetzungen für eine Ausweitung auf alle drei Standorte.

DNA Center auf der Cisco Live entdeckt

Zum ersten Mal lernte ich DNA Center ein Jahr zuvor auf der Cisco Live in Berlin kennen. Ich war auf der Suche nach einer einzigen Lösung, mit der ich alle drei Campus-Standorte zentral verwalten konnte. Außerdem wünschte ich mir umfassende Automatisierungsfunktionen, weil die manuelle Erstellung von Skripten zur Einrichtung zahlreicher Access Points und Benutzerkonten viel zu zeitaufwändig ist.

Unsere Infrastruktur basiert auf Produkten von Cisco. Als De-facto-Standard an deutschen Hochschulen können wir damit mit unseren Kollegen an anderen Bildungseinrichtungen kommunizieren. Daher war die Entscheidung für ein Netzwerkmanagementtool von Cisco und gegen eine Drittanbieter-Lösung durchaus sinnvoll. Eine Lösung aus einer einzigen Hand ist immer am effektivsten und benutzerfreundlichsten.

In Berlin machte ich mich auf die Suche nach der besten Lösung für das IT-Infrastrukturmanagement. Ein Gespräch führte zum anderen, und ein Kollege bei Cisco in Hamburg fragte mich, ob wir bei Jade an einem EFT (Early Field Trial) von DNA Center teilnehmen wollten.

Zusammenarbeit mit Cisco an einem begrenzten DNA Center-Test

Ich war sehr stolz, diese Einladung anzunehmen. Zu meinen Kollegen hatte ich immer gesagt, dass wir Produkte von Cisco kaufen und nutzen, aber keinen direkten Kontakt mit Cisco haben. Jetzt hatte das Unternehmen uns angesprochen und nach unseren Bedürfnissen gefragt. Ich fühlte mich dabei besonders, weil eines der größten Unternehmen der Welt im Gespräch mit unserer kleinen regionalen Hochschule in Norddeutschland war.

Im Januar 2018, kurz vor der Cisco Live in Barcelona, richteten wir nach bewährten Verfahren eine Testumgebung für 50 Benutzer ein. Wir installierten vier Switches und 50 Wi-Fi-Access-Points in einem unserer Gebäude und begannen, unser Setup zu testen und zu optimieren. Einige Wochen später, während der Semesterferien im Februar, installierten und konfigurierten wir noch einige weitere Cisco Geräte.

Cisco unterstützte uns bei jedem Schritt und führte uns durch den Installations-und Konfigurationsprozess. Wir wurden einem spezialisierten Team in der Cisco-Zentrale in San Jose zugeteilt. Ich habe sehr viel mit den Technikern gesprochen, während wir Fehler behoben, Patches anwendeten und unser Setup perfektionierten.

Wir haben das EFT sechs Monate lang optimiert und in der Sommerpause dann um weitere Switches und Access Points erweitert. Als Nächstes verbanden wir jedes Gebäude mit Cisco DNA Center und weiteten die Testversion auf den gesamten Wilhelmshavener Campus aus.

Im folgenden Studienjahr testeten wir weiter die Grenzen der neuen Umgebung aus und erforschten die Möglichkeiten unserer verbesserten Netzwerkmanagementtools. Ich freue mich besonders darüber, dass Cisco alle meine Erwartungen übertroffen hat.

Die Vorteile von Automatisierung und Sichtbarkeit im Netzwerk

Ein wichtiger Vorteil von Cisco DNA Center ist die Automatisierung. Ich muss nicht mehr jedes Mal Skripte ausführen, um ein neues Gerät bereitzustellen. Ich kann einen beliebigen Access Point oder Switch nach bewährten Verfahren mit nur einem Klick installieren, konfigurieren und aktualisieren. Die größte Verbesserung ist jedoch die verbesserte Netzwerksichtbarkeit. Cisco DNA Center überwacht jederzeit alle Netzwerkaktivitäten und erstellt außerdem umfassende Protokolle mit aussagekräftigen und verwertbaren Informationen.

Beispielsweise kann die Netzwerkaktivität an einem bestimmten Standort von einem Tag zum anderen sehr unterschiedlich sein. In einem Hörsaal können heute 20 Studierende und morgen 200 sitzen. Mit Cisco DNA Center sehe ich die Änderung des Datenverkehrs in Echtzeit. Ich kann mir auch die historischen Nutzungsmuster über mehrere Tage oder Wochen ansehen. Anhand aktueller und historischer Daten kann ich dann Access Points hinzufügen oder neu konfigurieren, um die zukünftigen Anforderungen zu erfüllen.

Mit Zugriff auf aktuellen und historischen Netzwerkverkehr lassen sich Access Points neu konfigurieren, um zukünftige Anforderungen zu erfüllen.

Henning Bohlken, Lead Engineer, Jade Hochschule

Es gibt noch eine weitere Verbesserung. Wenn mich ein Benutzer mit einem Konfigurations-oder Verbindungsproblem anruft, habe ich alle erforderlichen Informationen direkt zur Hand und kann sofort helfen. Das bedeutet natürlich, dass sich auch die Benutzer umgewöhnen müssen. Da die Fehlerbehebung bisher oft mehrere Tage dauerte, wurden Probleme meist nicht sofort gemeldet. Jetzt muss ich unsere Studierenden und Mitarbeiter dazu bewegen, mich schnellstmöglich zu kontaktieren, weil ich jetzt mit den richtigen Tools ihre Probleme sofort beheben kann.

Erweiterung von Cisco DNA

In den nächsten fünf Monaten werden wir Cisco DNA Center auf einem zweiten Campus einführen. Unser Hauptziel ist es, alle drei Campus-Standorte von Wilhelmshaven aus zu verwalten und allen Studierenden und Lehrkräften die konsolidierte IT-Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, die sie zum Erreichen ihrer Bildungs-und Karriereziele benötigen.

Da mit Cisco DNA Center viele meiner Netzwerkverwaltungsaufgaben vereinfacht und automatisiert wurden, habe ich jetzt mehr Zeit, über die Zukunft nachzudenken. In den kommenden Jahren würde ich gern die IT-Services ausweiten, die wir unseren Studierenden zur Verfügung stellen. Im Moment können wir nicht viel mehr als E-Mail und Webzugriff anbieten, aber ich möchte mir gern Cloud-basierte Angebote und andere Lösungen näher ansehen, die den Bildungsweg unserer Studierenden verbessern und ihnen dabei helfen können, ihr volles Potenzial zu erkennen und zu erreichen.

Für mich hat sich in vielerlei Hinsicht der Kreis geschlossen. Erst bin ich von der Mobilität zur IT gewechselt, und jetzt ist die IT mobil geworden. Als ich hier anfing, habe ich Desktop-Computer mit unserem Netzwerk verkabelt.

Heute verbinden unsere Studierenden und Mitarbeiter ihre tragbaren Geräte per Wi-Fi mit unserer Infrastruktur. Vor ein paar Monaten habe ich sogar die Ethernet-Kabel in meinem Büro entsorgt, weil ich inzwischen nur noch drahtlos auf das LAN der Jade Hochschule zugreife. Das ist der technologische Fortschritt.

Ein Systemadministrator lernt immer dazu

Zum Abschluss möchte ich anderen Systemadministratoren, die auf eine zentralisierte Infrastrukturmanagement-Plattform wie Cisco DNA Center umstellen möchten, noch einen Rat geben. Automatisierung und Sichtbarkeit sind zwar praktisch, aber wer die genaue Funktionsweise der gesamten Infrastruktur nicht versteht, kann das volle Potenzial dieser Tools nicht ausschöpfen.

Die Erstellung eines neuen Benutzerkontos per Mausklick ist zwar schön und gut, aber wer nicht weiß, wie ein Skript mit der gleichen Funktion geschrieben wird, befindet sich im Nachteil. Wer die Funktionsweise eines Switches nicht kennt, kann auch nicht verstehen, warum bei einem Ausfall keine Anmeldung möglich ist.

Bei der Fehlerbehebung, Anpassung, Aktualisierung oder beim Upgrade der Infrastruktur müssen Sie die richtigen Fragen stellen, selbst wenn Ihre Managementplattform nahezu alle Aufgaben automatisiert. Sie können die Vorgänge im Netzwerk vielleicht in Echtzeit sehen, aber wenn Sie den Grund für diese Vorgänge nicht kennen, kommen Sie nicht weiter.

Als Systemadministrator lerne ich immer dazu. Das gehört zu meiner Arbeit. Ich bin froh, dass ich auch 17 Jahre nach meinem Abschluss noch neue Technologien und neue Ideen erforschen kann. Als ehemaliger Student kenne ich auch die Herausforderungen, vor denen junge Lernende stehen. Außerdem bin ich stolz darauf, dass ich ihnen gemeinsam mit Cisco dabei helfen kann, das Wissen zu erwerben, das die Zukunft verändern wird.

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Diese Case Study wurde zuerst auf Englisch hier veröffentlicht. 

Henning Bohlken

Lead Network Engineer, Jade Hochschule