Annual Report 2002

Letter to Shareholders - Deutsch


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John Chambers John Chambers
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An unsere Aktionäre

Das Geschäftsjahr 2002 stellte für die gesamte Industrie eine große Herausforderung dar und bescherte Cisco die schwierigsten Rahmenbedingungen in der Unternehmensgeschichte. In einem hart umkämpften Markt haben wir uns dabei auf die Faktoren konzentriert, die wir selbst steuern und beeinflussen konnten: den Bruttogewinn, den operativen Cashflow, den verfügbaren Markt und die Produktivität. Wir alle hätten uns natürlich bessere Marktbedingungen gewünscht, waren aber letztendlich mit der Entwicklung in den genannten Punkten zufrieden.

Mit Blick auf den verfügbaren Markt haben wir uns mit einem angestrebten Wachstum von 10 % über den Ergebnissen unserer Konkurrenten in der Region Nordamerika ein anspruchsvolles Ziel gesetzt. Dieses Ziel haben wir über das Jahr gesehen durchweg erreicht. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2002 konnten wir im Vergleich zu 2001 einen beeindruckenden Anstieg der Einnahmen von 12 % verzeichnen, während die Einnahmen in den aktuellen Berichtsquartalen bei unseren zehn bedeutendsten Wettbewerbern im Vergleich zum Vorjahr um 44 % sanken.

In einem Marktumfeld, dessen ständige Veränderungen eine große Herausforderung darstellen, werden auch erfolgreiche Unternehmen von einem Abschwung der Konjunktur zunächst überrascht, untersuchen dann jedoch umgehend, wie lange diese schwierige Situation andauern und wie tief die konjunkturelle Delle sein wird, um für den folgenden Aufschwung gerüstet zu sein. Wir haben unsere Geschäftsstrategie genau auf diese drei Phasen abgestimmt. Die erste besteht darin, dass wir uns einen stetigen Vorsprung vor unseren Wettbewerbern erarbeiten, die zweite ist mit unserem Sechspunkteplan verbunden. In der dritten Phase liegt der Schwerpunkt auf der Beeinflussung und Steuerung der bereits angesprochenen vier Faktoren. In den Quartalsberichten des Geschäftsjahres 2002 haben wir versucht, unsere Fortschritte auf diesem Gebiet zu dokumentieren. Auf dieser Basis möchte ich nun die Ergebnisse für das Gesamtjahr zusammenfassen.

Unsere Ergebnisse
Im Geschäftsjahr 2002 konnten wir Quartal für Quartal fortlaufend Verbesserungen in fast allen Bereichen unseres operativen und finanziellen Geschäfts verzeichnen. Wir haben uns erfolgreich an die Gegebenheiten eines äußerst schwierigen Marktes angepasst und dabei versucht, das Unternehmen so aufzustellen, dass es bestens für die Position gerüstet ist, die wir etwa 3-5 Jahre nach dem Einsetzen des Aufschwungs anstreben. Während unsere Wettbewerber ständig ihre Strategie änderten und sich nur langsam in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld zurechtfanden, war ich mit der Umsetzung unseres Konzepts äußerst zufrieden. Obwohl wir alle uns natürlich einen noch höheren Ertrag gewünscht hätten, führten unsere Einnahmen im Geschäftsjahr 2002 in Höhe von 18,9 Milliarden US-Dollar zu einer deutlichen Ausweitung unserer Marktanteile im Vergleich mit den meisten unserer Wettbewerber. Der Nettogewinn im Geschäftsjahr 2002 wurde anhand der in den USA allgemein akzeptierten Bilanzierungsregeln (US-GAAP) ermittelt und betrug 1,9 Milliarden US-Dollar bei einem Gewinn pro Aktie von 0,25 US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Gewinnminderung um 1 Milliarde US-Dollar insgesamt bzw. um 0,14 $ pro Aktie. Der Pro-forma-Nettogewinn betrug für den gleichen Zeitraum also 2,9 Milliarden US-Dollar, der Gewinn pro Aktie 0,39 US-Dollar. Im Geschäftsjahr 2001 hatte der Pro-forma-Nettogewinn noch bei 3,1 Milliarden US-Dollar und der Gewinn pro Aktie bei 0,41 US-Dollar gelegen.

Unser positiver operativer Cashflow liegt weiterhin zwischen 300 Millionen und 500 Millionen US-Dollar pro Monat. Dieser Wert schwankt bei Betrachtung verschiedener Quartale. Dafür sind Auszahlungen hoher Beträge (z. B. Steuerzahlungen) sowie Ausgleichszahlungen am Jahresende verantwortlich. Mit dem durchschnittlichen operativen Cashflow von 1,5 Milliarden US-Dollar pro Quartal sind wir jedoch höchst zufrieden. Unser Gesamtbestand an liquiden Mitteln und Investitionen konnte von 18,5 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal 2001 auf 21,5 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal 2002 erhöht werden. Bei Betrachtung der Quartalsergebnisse kann für diesen Zeitraum festgestellt werden, dass der Pro-forma-Nettogewinn von 163 Millionen US-Dollar auf 1,039 Milliarden US-Dollar gestiegen ist. Somit ist das vierte Quartal 2002 das viertbeste Quartal in der Unternehmensgeschichte überhaupt. Prozentual konnten die Einnahmen von 3,8 % im vierten Quartal 2001 auf 21,5 % im vierten Quartal 2002 gesteigert werden. Das ist das beste Ergebnis seit 1998.

Unsere Produktivität (gemessen als der auf ein Jahr umgerechnete Ertrag pro Mitarbeiter) ist von 442.000 US-Dollar im vierten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres auf 540.000 US-Dollar pro Mitarbeiter im vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres gestiegen. Durch die Produktivitätserhöhung von 22 % konnte Cisco in diesem Jahr Gewinne von 1,9 Milliarden US-Dollar erzielen.



Besonders zufrieden waren wir mit der Pro-forma-Bruttogewinnspanne, die von 52,3 % im vierten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres auf 67,7 % im vierten Quartal dieses Jahres anstieg. Damit wurde die gesetzte Zielvorgabe von 60 % übertroffen. Im gleichen Zeitraum verbesserte sich der Warenumschlag vom Faktor 4,6 auf 7,1 und entsprach damit unserer Zielvorgabe von 7-8.

Unsere jährliche Studie zur Kundenzufriedenheit hat ergeben, dass auch dies ein Bereich ist, in dem wir unsere Zielvorgaben regelmäßig übertreffen. Das laufende Jahr bildet dabei trotz der widrigen Umstände auf dem Markt keine Ausnahme. Im Geschäftsjahr 2002 haben wir mit 4,63 von 5 möglichen Punkten den höchsten jemals erreichten Wert für globale Kundenzufriedenheit gemessen. Die Kunden sind mit dem von Cisco geleisteten Service und Support augenscheinlich sehr zufrieden und haben den Produktivitätsgewinn durch Internet-Lösungen erkannt.

Produktivität
Werden wir nach den Gründen für den Glauben an unser Unternehmen und unsere Branche gefragt, so verweisen wir nicht nur auf die Technologie, sondern geben auch das wieder, was wir in aller Welt von Führungskräften aus Politik und Wirtschaft hören. Sie haben die Möglichkeiten zur Produktivitätssteigerung und die damit einhergehende Verbesserung der Lebensumstände durch den Einsatz von Internet-Lösungen für Geschäftsanwendungen deutlich erkannt. Für sie sind mittlerweile der Name Cisco und die von Cisco angebotenen Lösungen gleichbedeutend mit Produktivität. Dafür gibt es zwei Gründe: zum einen, wie wir das Netzwerk im eigenen Unternehmen zur Produktivitätssteigerung einsetzen, und zum anderen, wie wir unseren Partnern und Kunden dabei helfen, ihre Produktivität durch Nutzung von Netzwerken und den damit verbundenen Geschäftslösungen zu steigern. In einer aktuellen Studie von Wirtschaftexperten der Universität von Kalifornien in Berkeley und dem Brookings-Institut gaben US-amerikanische Unternehmen an, dass nahezu die Hälfte der erwarteten Produktivitätssteigerungen durch den Einsatz von Internet-Lösungen erzielt wird. Kurz gesagt, nur mittels höherer Produktivität, einschließlich effizienterer Geschäftsabläufe und Kostensenkungen, können Unternehmen in dieser schwierigen wirtschaftlichen Situation noch Gewinne erwirtschaften.



Innovation
Aufgrund der einschneidenden Änderungen auf dem Markt haben wir unser Technikteam neu strukturiert, um uns frühzeitig auf neue Entwicklungen einstellen zu können. Wir glauben an das Prinzip des Netzes der Netze, in das die Netzwerke der Internetdienstanbieter, die Netzwerke unserer Kunden, das Internet, drahtlose und kabelgebundene Netzwerke und sonstige Umgebungen nahtlos integriert sind. Der CIO und seine Technologiespezialisten treffen die Entscheidung bezüglich der benötigten Infrastruktur, und Cisco liefert daraufhin unabhängig vom Netzwerktyp genau das Netzwerk, das die stärkste Produktivitätssteigerung erwarten lässt. Während wir Wachstumsmärkten gegenüber sehr aufgeschlossen sínd, haben wir unser Technikteam sowohl auf die wichtigsten Technologiemärkte von heute als auch die Wachstumsmärkte von morgen angesetzt. Vereinfacht gesagt, wir konzentrieren uns derzeit auf zentrales Routing und Switching sowie auf Wachstumsmärkte. Dieser Ansatz basiert auf dem Konzept einer vollständig integrierten, gemeinsamen Architektur für Hardware und Software. Nur Cisco ist dazu in der Lage.

Die Menschen und der Wunsch, etwas zurückzugeben
Unsere Mitarbeiter stellen nach wie vor unser größtes Kapital dar, und wir sind sehr erfreut, dass Cisco auch in diesen schwierigen Zeiten zu einem der besten Arbeitgeber sowohl in den USA als auch in der gesamten Branche gewählt wurde. Zu den Grundwerten von Cisco zählt die Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmen. Bei einer schwierigen wirtschaftlichen Gesamtlage fühlen sich daher die Mitarbeiter dem Unternehmenserfolg besonders verpflichtet. So konnten wir immer wieder ein besseres Ergebnis erzielen als unsere Wettbewerber. Mit dieser Beteiligung am Unternehmen im Rücken haben unsere Mitarbeiter nach unserer Überzeugung maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens trotz der großen Herausforderungen dieses Jahres beigetragen.

Wir sind außerdem der Ansicht, dass erfolgreiche Unternehmen etwas an die Gesellschaft zurückgeben sollten. Deshalb werden wir unsere Anstrengungen in dieser Richtung auch weiterhin ausbauen. In diesem Jahr haben wir die Organisation "NetAid World Schoolhouse" finanziell unterstützt und damit Tausenden von Kindern weltweit bessere Zukunftsperspektiven durch den Aufbau von Bildungseinrichtungen verschafft. Im Oktober 2002 jährt sich die Gründung des "Cisco Networking Academy™ Program" zum fünften Mal. Heute erwerben weltweit über 263.000 Studenten in 9.900 Akademien das Wissen zum Bau von Netzwerken und werden damit in die Lage versetzt, schier endlose neue Betätigungsfelder zu schaffen. Mit einem anderen Vorhaben, dem "Cisco Community Fellows Program", hat Cisco seinen Mitarbeitern die Möglichkeit eröffnet, für gemeinnützige Organisationen zu arbeiten. Das Programm verzeichnet grandiose Erfolge. Über 21 Organisationen weltweit konnten von diesem Mitarbeiterzuwachs profitieren. Dazu zählte auch die Second Harvest Food Bank, nach deren Aussage durch das Programm innerhalb eines Jahres Maßnahmen verwirklicht werden konnten, die sonst schätzungsweise fünf bis sieben Jahre in Anspruch genommen hätten.

Wenn wir uns nun dem leitenden Management zuwenden, so ist anzumerken, dass wir die Zeit der großen Herausforderungen als Chance gesehen haben, unsere Führungsstruktur an zukünftige Aufgaben anzupassen. In den vergangenen beiden Jahren haben wir sowohl Personal aus den eigenen Reihen befördert als auch neue Mitarbeiter eingestellt und so einen Anteil von 50 % an "Neuen" in den Positionen "Senior Vice President" und "Vice President" etablieren können. Wir konnten zwar unternehmensweit nicht viele Neueinstellungen vornehmen, aber zur Verstärkung des leitenden Managements einige außergewöhnlich gute Management-Talente für uns gewinnen. Wir werden unsere gute Stellung im Hinblick auf das kommende Jahrzehnt weiter ausbauen.

Das vergangene Jahr hat Cisco auch wichtige Auszeichnungen beschert, die uns sehr viel bedeuten. Die Zeitschriften "Barron's" und "Investor Relations" haben Cisco in diesem wirklich äußerst schwierigen Jahr die Auszeichnungen "Best Investor Relations Officer" und "Best Investor Relations by a CEO" verliehen. Wir möchten den Aktionären für das uns entgegengebrachte Vertrauen danken und werden weiterhin alles Erdenkliche tun, dieses Vertrauen zu belohnen.

Das Geschäftsjahr 2002 war in mehrfacher Hinsicht durch das Setzen klarer Zielvorgaben sowie Disziplin bei der Durchführung geprägt. Der Gedanke daran stimmt in Hinblick auf zukünftige Geschäftsmöglichkeiten optimistisch. Wir müssen jedoch dieses gesunde Selbstvertrauen mit einer angemessenen Prise Paranoia würzen. Unser Abschneiden hängt davon ab, wie erfolgreich wir unsere Zielvorgaben durchsetzen, wie schnell die Industrie sich der unausweichlichen Zusammenführung von Daten-, Ton- und Bildübertragung annehmen wird, und schließlich davon, wann die Wirtschaft und die Kapitalgeber sich wieder erholen. In den Bereichen, die wir steuern und beeinflussen können, sehen wir uns hingegen für weitere Erfolge in der Zukunft gerüstet.

Wir haben uns vorgenommen, stets das Optimum für unsere Aktionäre, Kunden, Partner und Mitarbeiter zu erreichen und werden uns in diesem Sinne weiterhin auf den Aufschwung vorbereiten. Wir danken Ihnen für Ihre Geduld und Ihr Vertrauen.



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