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Unified Communications

Verteilte Cisco IP-Telefonie mit zentralem Call Processing und Survivable Remote Site Telephony

„Centralized Call Processing“ ist eine Lösung für Unternehmen mit einer oder mehreren Außenstellen, die über eine WAN-Verbindung mit der Unternehmenszentrale verbunden sind. Die Lösung ist somit ideal geeignet für Unternehmen mit Filialstrukturen. In einem Centralized-Call-Processing-System sind die Cisco Unified Communications Manager nur in der Unternehmenszentrale angeordnet, wobei in der Außenstelle keine lokale Intelligenz (wie eine TK-Anlage) vorgesehen ist. Da alle IP-Telefone innerhalb dieses Clusters bei ein und demselben Cisco Unified Communications Manager angemeldet sein müssen, kann diese Lösung für bis zu 30.000 Endgeräte pro Cluster ausgebaut werden. In der Zentrale können mehrere Cluster installiert werden, um die Lösung weiter zu skalieren. Diese Cluster können über H.323 miteinander verbunden werden. Zudem wird am Cisco Unified Communications Manager eine Bandbreitenverwaltung eingerichtet, die die zulässige Bandbreite für Sprachverbindungen pro Standort begrenzt. Bei Ausfall des IP-WANs werden die IP-Telefone an den Remote-Sites an dem lokalen Router registriert. Während dieser Fehlersituation führt der lokale Router das Call Processing für die IP-Telefone der Außenstelle durch (Survivable Remote Site Telephony).

Ab dem Cisco Unified Communications Manager 5.0 ist die SRST-Funktion auch für Cisco-Telefone, die nach dem SIPStandard arbeiten, verfügbar. Weiterhin ist es möglich, die im SRST-Fall geführten Gespräche zu verschlüsseln. Eine Backup- Nutzung des öffentlichen Telefonnetzes (PSTN) ist möglich, wenn das IP-WAN vollständig für Sprachverkehr belegt ist. Diese Eigenschaft (Admission Control) kann entweder vom Cisco Unified Communications Manager oder von einem Gatekeeper gesteuert werden. In den Außenstellen werden IOS-Gateways eingesetzt. Die Mindestanforderungen für Sprache, Video und Daten sollten eine Auslastung von 75 Prozent der virtuellen Verbindungs- bzw. Leistungsbandbreite nicht überschreiten (die minimale unterstützte Verbindungsgeschwindigkeit beträgt 24 KBit/s).

Durch dieses Centralized-Call-Processing-Design entstehen folgende Vorteile für ein Unternehmen:

  • In den Außenstellen werden nicht mehr, wie bisher üblich, dedizierte TK-Anlagen benötigt, wodurch eine Reduzierung von Anschaffungskosten erfolgt.
  • Alle Voice-Applikationen werden von der Unternehmenszentrale zentral bereitgestellt und gewartet. So müssen keine Techniker mehr zur Außenstelle geschickt werden. Es kann darüber hinaus zentral von der Unternehmenszentrale eine einheitliche Konfiguration und Richtlinie für alle Außenstellen bestimmt werden, was bei einer Änderung oder Wartung zu hohen Einsparungen führt.
  • Herauszustellen ist ebenso die schnelle Bereitstellung und Einrichtung einer neuen Voice-over-IP-Applikation für alle Mitarbeiter in Außenstellen.
  • Durch die Ende-zu-Ende-IP-Fähigkeit wird für die Wartung und Konfiguration von Sprache- und Datendiensten nur noch eine Management-Oberfläche bereitgestellt, was zu einer Einsparung an Ausbildung, Schulung und Wartungsverträgen führt.

Abbildung: Survivable Remote Site Telephony (SRST); Bei Ausfall der WAN-Leitung erfolgen die Verbindungen über das PSTN. Keine TK-Anlage wird in den Außenstellen benötigt.

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