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Der Cisco Unified Communications Manager ist die zentrale Software zur Anrufsignalisierung und Bereitstellung von Sprach-, Video- und Datendiensten für die Cisco IP-Telefonie. Die Software ist das Bindeglied für Internet-Services und Funktionen für die unternehmensweiten Telefonie-Anwendungen auf Paket-Telefonie- Netzwerkgeräten wie IP-Telefone, Video Clients, Media Processing Devices, VoIP-Gateways (Voice over IP) und Multimedia-Applikationen. Cisco Unified Communications Manager 6.0Der Cisco Unified Communications Manager ist für die Anrufverwaltung im Cisco Unified Communications System verantwortlich. Cisco Unified Communications Manager erweitert die Funktionalität eines unternehmensweiten Telefonsystems hin zu IP-Netzwerkgeräten wie IP-Telefonen, PC-Applikationen, VoIP-Gateways und Multimedia-Anwendungen. Weitere Services wie Unified Messaging, Multimedia-Conferencing, Contact Center und interaktive Multimedia-Antwortsysteme werden möglich durch die offenen Telefonie-APIs des Cisco Unified Communications Managers. Cisco Unified Communications Manager lässt sich auf Media Convergence Server (MCSs) der Cisco 7800-Serie sowie ausgewählten Servern anderer Hersteller installieren. Das Produkt bietet einen Satz integrierter Sprachanwendungen und Dienstprogramme, inklusive Cisco Unified Communications Manager Attendant Console (Vermittlungsplatz), einer Anwendung für Ad-hoc-Konferenzen, Cisco Unified Communications Manager Bulk Administration Tool, des Cisco Unified Communications Manager-CDR (call detail record) Analysis and Reporting Tools, des Cisco Unified Communications Manager Real-Time Monitoring Tools und der Cisco Unified Communications Manager Assistant-Anwendung (Chef-Sekretär-Funktion). Merkmale und VorteileCisco Unified Communications Manager Version 6.0 bildet eine skalierbare, verteilt installierbare und hochverfügbare Anrufverarbeitung für IP-Telefonie im Unternehmen. Mehrere Cisco Unified Communications Manager Server werden im IP-Netzwerk zusammengefasst und als Einheit verwaltet – ein branchenweit herausragendes Produktmerkmal, das theoretisch eine Skalierbarkeit von einem bis zu 30.000 IP-Telefonen pro Cluster, Lastausgleich und Redundanz im Vermittlungsdienst erlaubt. Durch die Vernetzung mehrerer Cluster kann die Systemkapazität bis zu eine Million Teilnehmer in einem System mit über 100 Standorten erreichen. Durch Clustering wird die Leistung mehrerer verteilter Cisco Unified-Communications-Manager-Installationen gebündelt. So steigt die Erreichbarkeit der Server für Telefone, Gateways und Anwendungen, und die dreifache Server-Redundanz im Vermittlungsdienst verbessert die Systemverfügbarkeit insgesamt. Mit kontrollierter Anrufzulassung (Call Admission Control – CAC) wird sichergestellt, dass Quality of Service (QoS) für die Sprache über eingeschränkt leistungsfähige WAN-Verbindungen erhalten bleibt. Wenn keine WAN-Bandbreite zur Verfügung steht, werden Gespräche automatisch auf alternative Verbindungen des öffentlichen Telefonnetzes umgeleitet. Über ein Web-Interface für die Konfigurationsdatenbank lassen sich Geräte und System von fern konfigurieren. Für Anwender und Administratoren gibt es eine Online-Hilfe auf HTML-Basis. Der Cisco Unified Communications Manager 6.0 baut auf dem Funktionsumfang der bisher verfügbaren Versionen vom Cisco Unified Communications Manager 5.1(1) und dem Cisco Unified CallManager 4.2(3) auf. Das Betriebssystem basiert auf einem Appliance-Modell, wobei die Software auf einer Cisco Media-Convergence-Server Plattform (MCS) vorinstalliert ist. Für Server, die der Kunde selbst bereitstellt, ist die Software optional auf DVD erhältlich. Das Produkt wird als einzelnes Firmware-Image ausgeliefert, das sowohl das zugrunde liegende Betriebssystem als auch die Cisco Unified-Communications-Manager-Anwendung enthält. Der Zugriff auf die Appliance erfolgt über eine grafische Anwenderoberfläche und eine Befehlszeilen-Schnittstelle. Letztere wurde hinzugefügt, um zusätzlich zu den Grundfunktionen der Systemverwaltung wie das Starten und Stoppen von Diensten und den Neustart der Appliance auch Diagnoseverfahren zu ermöglichen. Ein Zugriff auf das zugrunde liegende Betriebssystem ist nicht nötig. Sämtliche Vorgänge zur Systemverwaltung, beispielsweise die Überwachung des Festplattenspeichers oder Upgrades, sind entweder automatisiert oder werden über die Anwenderoberfläche gesteuert. In dieser Produktversion werden keine Onboard-Agents mehr unterstützt, wodurch sämtliche Verwaltungsschnittstellen im Cisco Unified Communications Manager jetzt die enge Integration mit Anwendungen anderer Hersteller erlauben. Durch die SNMP-Schnittstelle (Simple Network Management Protocol) ist jetzt ein Overall Syslog Performance-MIB hinzugekommen, das Serviceability Interface macht anwendungsspezifische Zähler möglich, und durch die Programmier-Schnittstelle ist es jetzt möglich, die Datenbankbefehle „Einfügen/Aktualisieren/Löschen“ auszuführen. Zur weiteren Verbesserung der Sicherheit ist der Cisco Security Agent für Unified Communications Manager auf der Appliance vorinstalliert. Hinzugekommen sind auch eine Host-basierende Firewall und IPSec-Verbindungen (IP Security) zwischen allen Servern im Cluster. Zwei der wichtigsten Erweiterungen in der Cisco Unified Communications Manager 6.0 Software sind die Integration der Cisco Unified-Mobility-Funktion (ehemals Cisco MobilityManager) und die Unterstützung von „dual-mode“ Telefonen. Cisco Unified Mobility war früher als zusätzliche Applikation für den Cisco MCS Server verfügbar. Mit der Mobilty-Funktion ist es möglich, Anrufe intelligent zwischen dem mobilen Cisco Unified 802.11-basierenden IP-Telefon und dem festinstallierten Cisco Unified IP-Telefon aufzubauen, zu filtern oder umzuleiten. Weiterhin wird mit der Cisco Unified- Mobility-Funktion das manuelle Umschalten auf einem „dual-mode“ Telefon zwischen GSM-basierenden Anrufen und 802.11-basierenden Anrufen ermöglicht. Mit dem Cisco Unified Communications Manager werden Nebenstellengeräte, die nach dem Session Initiation Protocol (SIP) arbeiten, von Cisco und anderen Herstellern gemäß IETF RFC 3261 unterstützt. Zu den SIP-konformen Cisco-Geräten zählen die Cisco Unified IP-Telefone 7905G, 7912G, 7940G und 7960G. Auch für die Cisco Unified IP-Telefone 7906G, 7911G, 7941G, 7941G-GE, 7961G, 7961G-GE, 7970G und 7971G-GE ist SIP verfügbar. Das verbesserte SIP-Trunk-Interface ist RFC 3261-konform, erlaubt damit die Unterstützung von Video-Anrufen über den SIPTrunk und verbessert beim Einsatz mit Cisco Unity und Cisco Unified MeetingPlace die Unterstützung für Konferenzen und Anwendungen. Der Cisco Unified Communications Manager unterstützt die RSVP-Agentenfunktionalität (Reservation Protocol). Wird der RSVP-Agent auf einem Cisco-Router eingesetzt, geht die CAC-Funktionalität innerhalb eines Clusters über die Hub-and-Spoke-Topologie hinaus. Jetzt können Anrufe direkt, d.h. ohne Umweg über den Hub, zwischen zwei Standorten verbunden werden. Dies ermöglicht alternative Netzwerk-Topologien und eine effizientere Netzwerknutzung. Cisco Unified Communications Manager 6.0 umfasst jetzt auch die Sprachen Japanisch, Koreanisch und Chinesisch (traditionell und vereinfacht). Die Erweiterung für Arabisch wurde mit dem Cisco Unified Communications Manager 5.1 eingeführt, und mit dem Cisco Unified Communications Manager 6.0 kommt Hebräisch dazu. Für die Verwaltung des Cisco Unified Communications Manager kann zusätzlich SNMP genutzt werden. Damit sind Administratoren in der Lage, Traps einzurichten, die Berichte über Bedingungen erstellen, die den Dienst beeinträchtigen könnten, und sie an entfernte Überwachungssysteme senden. Darüber hinaus stehen weitere Administrationsfunktionen im Cisco Unified Communications Manager zur Verfügung, beispielsweise die Möglichkeit, Teilnehmer schneller hinzuzufügen, Line-Appearances an- und umzuordnen, Stationen zu kopieren und Präsenzgruppen zu verwalten. Bei dem Cisco Unified Communications Manager können die Kunden sich für ein Betriebssystem entscheiden – entweder für einen Windows-basierenden Server (Version 4.x) oder für das Appliance-Modell (Version 5.0 / 6.0). ![]() Technische DatenPlattformen
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