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07.09.2010

Cisco kündigt vereinfachte Integration für die elektronische Fallakte (eFA) an


eFA-Box basiert auf Medical Data Exchange Solution von Cisco

  • Projekt von Cisco, Tiani-Spirit, Fraunhofer und eFA-Verein

  • Anbindung Medizinischer Informationssysteme an elektronische Fallakten

  • eFA-Box noch in diesem Jahr in Deutschland erhältlich


MÜNCHEN. Cisco, Tiani-Spirit, Fraunhofer und der eFA-Verein bieten künftig in Deutschland gemeinsam Ciscos IHE-basierte Medical Data Exchange Solution (MDES) als eFA-Box an. Sie sorgt für eine einfachere Anbindung von Medizinischen Informationssystemen wie Krankenhausinformations-, Labor- und Praxissystemen an elektronische Fallakten.

Basierend auf der vom Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST spezifizierten elektronischen Fallakte (eFA) wird die Lösung noch in diesem Jahr umgesetzt.

Die Bezeichnung eFA-Box wurde gewählt, da die Gesamtlösung innerhalb eines Routers als eine Art Toolbox zur standardisierten Integration von Medizindaten realisiert wird. Die Bausteine der eFA-Box bringen alle derzeit verfügbaren IHE-Profile im Bereich Cross-Document-Sharing und Master Patient Indexing über HL7 mit den WS*- und SAML-basierten eFA-Sicherheitsdiensten zusammen, um so sämtliche eFA-Schnittstellen umzusetzen. So können auf einfache Weise rasch diverse Informationssysteme in die eFA eingebunden werden.

Vision umgesetzt
Mit der eFA-Box lässt sich die Vision einer deutschlandweit arztgeführten Akte für die Akutversorgung realisieren. So erklärt Winfried Seibert, Vorstand des eFA-Vereins: „Durch Abstimmung mit der Deutschen Telematikinfrastruktur seitens des Vereins zur elektronischen Fallakte verbinden sich die regionalen Netze der Leistungserbringer, die für einzelne Behandlungszusammenhänge arztgeführte Fallakten aufbauen, zu einem sicheren Versorgungsnetz, dessen Zugänge der Patient im Rahmen seines Arztbesuches regelt. Alle Daten auf der eFA-Box im Rahmen einzelner Versorgungseinheiten können nun auch in diese Fallakten eingebunden und abgefragt werden“

Durch die Integration eines hierarchischen n-dimensionalen Patientenindex und in das Netzwerk erlaubt die eFA-Box die virtuelle patientenzentrierte Ansicht von Informationen von überall und bietet trotzdem einen hohen Grad an Sicherheit“, ergänzt Till Osswald, Business Development Manager, Cisco Healthcare Europa. „Die eFA-Box wird jetzt durch vorhandene internationale Standards für eine raschere Umsetzung der Projekte sorgen.“

Für die Gewährleistung von Datensicherheit und Datenschutz sorgen aktuelle Sicherheitstechnologien und eine Abstimmung mit den Standards der deutschen Telematikinfrastruktur. In einer eigenen Architektur innerhalb der eFA werden entsprechende Bausteine und Werkzeuge realisiert, um größtmögliche Sicherheit beim Austausch medizinischer Informationen zu erreichen. Alle Daten im Zuständigkeitsbereich eines Leistungserbringers werden auf der eFA-Box durch modernste kryptographische Mechanismen beim Austausch geschützt und lassen sich nur über einen pseudonymisierten Zugriff abfragen.

Zu eFA
Die elektronische Fallakte (eFA) wurde von 2006 bis 2008 vom Fraunhofer ISST im Auftrag eines Konsortiums privater Klinikketten und der Deutschen Krankenhausgesellschaft spezifiziert. Die Weiterentwicklung der Spezifikationen und die Etablierung der eFA im Deutschen Gesundheitswesen werden seit 2009 vom eFA-Verein, dem mehr als 20 öffentliche, private und gemeinnützige Kliniken und Arztnetze angehören, vorangetrieben.

Die eFA ist zugeschnitten auf die Unterstützung von Ärzten im Kontext von regionalen Versorgungsnetzen und einrichtungsübergreifenden Behandlungsketten. Die starke Zweck- und Behandlungsbindung der Fallakte und die Bindung an eine feste Behandlergruppe erlauben einen effizienten Datenaustausch zwischen Ärzten, bei dem die verfügbar gemachten Daten in Bezug auf Vollständigkeit und Qualität dem entsprechen, was das Ärztenetzwerk als seinen eigenen Standard definiert.

Diese funktionale Fokussierung verbindet die eFA mit einer auf Integrierbarkeit und Interoperabilität angelegten Sicherheitsarchitektur. Durch den Peer-to-Peer-Ansatz kann ein einweisender Arzt über das Portal jeder beliebigen eFA-Klinik auf die Daten seiner Patienten zugreifen – egal wo diese gerade behandelt werden. Hierdurch erlaubt die eFA die schrittweise Weiterentwicklung von einem Zuweiserportal zu einem regionalen Gesundheitsnetzwerk, in dem mehrere Kliniken und Arztnetze diagnosespezifisch miteinander kooperieren.

Zu Cisco MDES
Die Cisco Medical Data Exchange Solution ist eine dezentrale, auf internationalen Standards (IHE) basierende Integrationsplattform, die einen patientenzentrierten Zugriff auf medizinische Daten ermöglicht. Sie bietet den Verantwortlichen im Gesundheitswesen Zugriff auf Informationen, die sich in unterschiedlichen Systemen und verschiedenen Standorten bzw. Organisationen befinden. Dabei bleiben die Daten dort, wo diese erzeugt werden, und es findet eine ‚Verlinkung‘ so statt, dass auf lokaler Ebene alle dezentral verfügbaren Daten eines Patienten eingesehen werden können.

Diese Lösung wird derzeit im Rahmen des Europäischen epSOS Projektes für internationalen Datenaustausch zwischen 12 EU-Mitgliedsländern als Komplettlösung innerhalb der dortigen National Contact Points (NCPs) diskutiert und sogar teilweise in diversen Ländern als Komplettlösung für alle lokalen Datenaustauschprojekte behandelt. Darüber hinaus sorgt sie in den USA (US Healthcare Stimulus Plan) für große Aufmerksamkeit. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es bereits zahlreiche Pilotprojekte mit dieser Lösung für diverse medizinische Zuständigkeitsbereiche.

Über Cisco:

Cisco Systems, Inc. (NASDAQ: CSCO) mit Hauptsitz in San Jose (CA) ist mit 40 Milliarden US-Dollar Umsatz (11. August 2010) weltweit führender Anbieter von Networking-Lösungen für das Internet. Die deutsche Niederlassung Cisco Systems GmbH hat ihren Sitz in Hallbergmoos bei München und Büros in Eschborn bei Frankfurt am Main, Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart und Berlin. Cisco-Produkte werden in Europa von der Cisco International Ltd. geliefert, eine Tochtergesellschaft im vollständigen Besitz der Cisco Systems, Inc.

Cisco, Cisco Systems und das Cisco Systems-Logo sind eingetragene Marken oder Kennzeichen von Cisco Systems, Inc. und/oder deren verbundenen Unternehmen in den USA und in anderen Ländern. Alle anderen in diesem Dokument enthaltenen Marken sind Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber. Die Verwendung des Worts "Partner" bedeutet nicht, dass eine Partnerschaft oder Gesellschaft zwischen Cisco und dem jeweils anderen Unternehmen besteht. Dieses Dokument ist eine Veröffentlichung von Cisco.

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presse@info.cisco.de
Telefon 0800 - 187 36 52
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