13. April 2006

Cisco-Tochter Scientific Atlanta weitet Produktportfolio aus


Neue Set-Top-Linie, breitere Standardunterstützung und Switched Digital Video für Millionen installierter MPEG-Boxen


MÜNCHEN. Scientific Atlanta, Tochterunternehmen von Cisco Systems, bringt neue Set-Top-Boxen auf den Markt. Kabelnetzbetreiber können ihre Plattformen für digitale TV- und Videodienste damit kosteneffizient vereinheitlichen und gleichzeitig flexibler absichern. Die neue Set-Top-Serie eignet sich insbesondere für interaktive Multimedia-Applikationen, die über Next Generation Network Architekturen (NGNA) bereitgestellt werden. Die NGNA Set-Top-Boxen von Scientific Atlanta sind zudem ein Grundbaustein von Cisco Connected Home. Zu ihren wichtigsten Aufgaben gehört es, die Verbreitung des OpenCable-Standards von CableLab und die zugehörige OpenCable Application Plattform (OCAP) zügig voranzutreiben. OCAP ist das nordamerikanische Pendant zu MHP, der Multimedia Home Plattform für interaktives Digitalfernsehen. OCAP und MHP weichen nur geringfügig voneinander ab; die meisten MHP-Applikationen laufen problemlos auch auf OCAP-Boxen.


Scientific Atlanta ist aktiver Partner im OCAP-Interop-Programm von CableLab und hat als erstes Unternehmen Multi-Stream-CableCARD-Zertifizierung (M-Card) von CableLab erhalten. Mit der Scientific Atlanta M-Card lassen sich viele Programme parallel übertragen, was essentiell ist für wichtige Digital-Video-Recorder-Funktionen (DVR), zum Beispiel für Bild-im-Bild-Features oder simultane Aufnahmen verschiedener Sendungen.


Features im Überblick

Die genauen Produktbezeichnungen der Boxen lauten: 4500HDCTM High-Definition CableCARD Set-Top (HD Set-Top) und 8500HDCTM High-Definition Digital Video Recorder CableCARD Set-Top (HD DVR Set-Top). Sie bieten folgende Vorteile:

  • Optimiert für OCAP: Mit höherer Prozessorleistung, mehr Speicher und einem Betriebssystem auf Linux-Basis erreichen die Boxen Verarbeitungsgeschwindigkeiten, wie sie für kommende interaktive Dienste unverzichtbar sind. Ergänzt werden die Set-Tops durch die Middleware OCAP Axiom und das OCAP-Digital-Network-Control-System, Release 4.0. Kunden von Scientific Atlanta verfügen damit über eine durchgängige Plattform, um bisherige Lücken zwischen diversen Anwendungen und Endgeräten zu überbrücken. Letztlich können sie innovative Services schneller und kosteneffizienter bereitstellen als bisher.
  • Separate Sicherheitslösungen: Die neue Set-Top-Serie nutzt die M-Card von Scientific Atlanta, um selektiven, bedingten Zugriff auf die Sicherheitssysteme des Betreibers zu ermöglichen. Damit erfüllen die Boxen insbesondere die ab Juli nächsten Jahres gültigen Bestimmungen der FCC, der US-amerikanischen Zulassungsbehörde für Telekommunikationsgeräte. Zudem dienen die Geräte gegenwärtig als Testbasis für zukünftige separate Sicherheitslösungen, die unter dem Namen DCAS (Downloadable Conditional Access System) bekannt sind.
  • Advanced DOCSIS Set-Top Gateway (ADSG): Die Geräte unterstützen die ADSG-Spezifikationen für den Transport von Set-Top-Box-Kommandos und Steuerinformationen über DOCSIS 2.0. Das eingebaute DOCSIS-Modem öffnet zudem eine Tür für IP-basierte Videoservices. Damit hilft die ADSG-Lösung von Scientific Atlanta, Kabelmodem- und Set-Top-Box-Verkehr zu konsolidieren, über ein offenes herstellerunabhängiges DOCSIS-Netz für integrierte Video-, Sprach- und Datenanwendungen.
  • Unterstützung leistungsfähiger Video Codecs: Mit H.264 können Betreiber jetzt on-demand HDTV-Programme (High Definition TV) sowie Internetvideos in Blockbuster-Qualität mit vergleichsweise geringer Bitrate liefern. Bandbreite wird also nicht mehr vergeudet.
  • Connected Home Solutions: Die NGNA Set-Tops von Scientific Atlanta verfügen über ausreichend Verarbeitungskapazität und Konnektivität für künftige Multimedia-Heimservices, die sich bereits jetzt am Horizont abzeichnen. Der immer stärkere Trend zu IP-basierten LANs (Local Area Networks) in Haus und Wohnung ist dafür nur ein Indiz unter vielen. Die neuen Boxen arbeiten nahtlos mit kompatiblem Kabel-Equipment von Drittherstellern zusammen, ebenso mit anderen elektronischen Unterhaltungsgeräten.


Zusätzlich zur neuen NGNA Set-Box-Linie kündigt Scientific Atlanta die „Explorer 940 Compact Digital Only Interactive” Set-Top-Box an. Das Gerät ebnet Simulcasting (gleichzeitiges Senden von zum Beispiel terrestrisch ausgestrahlten Programmen via Internet) und zukünftigen netzbasierten Digitalsendungen einen äußerst kosteneffizienten Weg. Betreiber können damit „erweiterte Basisdienste“ anbieten und auf diese Weise Kunden vom Basisservice zu höherwertigen, umsatzträchtigeren Angeboten „migrieren“. Die 940-Box hilft zudem, die Zahl zusätzlicher Kabelanschlüsse pro Haushalt zu erhöhen und damit auch das Spektrum an Pay-per-View- und On-Demand-Offerten zu erweitern.


Switched Digital Video (SDV)

Mit SDV können sich Kabelnetzbetreiber signifikante Skalenvorteile bei der Einführung innovativer Videoservices verschaffen. SDV von Scientific Atlanta ist ein offenes IP-basiertes SDV-System und markiert einen wichtigen Schritt in Richtung NGNA. Die Lösung umfasst Gigabit Quadrature Amplitude Modulation Sharing (GQAM) zwischen diversen Anwendungen sowie effektive Unterstützung von Massenverschlüsselungen. SDV wurde speziell für den Einsatz in existierenden Hybrid-Fiber-Coax-Infrastrukturen (HFC) optimiert. Anbieter können ihre Switched-Digital-Video-Services nun auch vielen Millionen Eigentümern von bereits installierten MPEG-basierten Set-Top-Boxen anbieten, die weder DOCSIS- noch IP-Videoströme dekodieren können.


Grundlegend ändert SDV von Scientific Atlanta auch die Verhältnisse beim Bandbreitenverbrauch: Basis ist nicht mehr das Programmangebot, sondern die tatsächliche Nutzung. SDV schafft zudem die Voraussetzung für breit gestreute Programmofferten aus Nischenbereichen wie Premium-Sportpakete, regionale oder ethnisch orientierte Sendungen. Damit lassen sich neue Einnahmequellen erschließen und gleichzeitig die Loyalität der Kunden festigen.


Die IP-basierte SDV-Lösung von Scientific Atlanta hebt sich vom Wettbewerb ab durch die Fähigkeit zu hocheffizienter Massenverschlüsselung sowie durch vereinfachtes Bandbreitenmanagement, was sowohl Bandbreite einspart als auch die Kapital- und Betriebskosten senkt. Nicht zuletzt haben Betreiber Zugriff auf detaillierte (anonymisierte) Nutzungsdaten, die als Input für eine permanente Optimierung des Programmangebots dienen.


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