Pressemeldungen 2003

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Europäische Telekommunikationsanbieter konzentrieren sich auf konvergente Dienste

Yankee Group Studie: Klassische Sprachdienste tragen bis 2006 weniger als 50 Prozent zu Umsätzen bei

MÜNCHEN. Die europäischen Telekommunikationsanbieter ändern ihre Marktstrategie. Ihre Planung geht weg von klassischen Sprachdiensten und leitungsvermittelten Netzwerken hin zur Lieferung von konvergenten Diensten über effizientere paketbasierte Netzwerke. Dies zeigt eine aktuelle Studie der Yankee Group im Auftrag von Cisco Systems.

Die Studie ermittelt die Motivation und Wahrnehmung der Telekommunikationsanbieter in Bezug auf konvergente Sprache, Daten und Video. Dazu wurden 25 ehemals staatliche und neue Anbieter in 16 europäischen Ländern befragt. Zu den wichtigsten Ergebnissen gehören:

Umsatz und Dienste

  • Umsatzsteigerung (55 Prozent) und Kostenreduzierung (32 Prozent) sind die wichtigsten Anliegen der Unternehmen.
  • Zwei Drittel der Anbieter (67 Prozent) sagen, dass traditionelle Sprachdienste bis 2006 weniger als 50 Prozent ihres Umsatzes ausmachen werden.
  • Die Entwicklung neuer Dienste wird als wichtigste Voraussetzung für zukünftiges Wachstum angesehen (45 Prozent).
  • Broadband Services (DSL) gelten als wichtige Basis für die Entwicklung von Diensten (24 Prozent). Für viele Anbieter sind konvergente Dienste mit Breitband/DSL verbunden. Die Anbieter sehen es als Mittel zur Lösung wichtiger strategischer Fragen wie der Steigerung von Margen und Umsätzen.
  • Die Mehrheit der befragten Telekommunikationsanbieter bietet bereits IP-Telefonie-Services oder plant solche Angebote in den nächsten drei Jahren (83 Prozent). Dies spiegeln wider, was die Anbieter als wachsenden Bedarf der Endanwender nach konvergenten Diensten bezeichnen.

Infrastruktur

  • 21 Prozent der befragten Telekommunikationsanbieter sagen, dass die Technologie, die sie für klassische Sprachdienste einsetzen, am Ende ihrer Lebensdauer angekommen ist.
  • 60 Prozent der Anbieter setzen bereits in irgendeiner Form auf paketbasierte Infrastruktur.
  • 42 Prozent der ehemals staatlichen Anbieter, die befragt wurden, planen umfassende Migrationen zu paketbasierten Netzwerken in den nächsten 24 Monaten.

Motivation für Migration

Die ausschlaggebenden Faktoren für die Migration zu paketbasierter Infrastruktur sind geringere Betriebskosten (39 Prozent) und der Einsatz neuer Services (33 Prozent). Nur wenige der Befragten nannten genauere Kontrolle von CAPEX (Capital Expenditure) und OPEX (Operative Expenditure) sowie weitere Personalkürzungen als Prioritäten. Das deutet darauf hin, dass die Anbieter ihre Ausgaben bereits deutlich reduziert haben und sich jetzt auf die Generierung neuer Umsätze konzentrieren, indem sie ihr Portfolio an nachhaltigen und gefragten Services erweitern.

Zielgruppen für Angebote

Die Studie zeigt, dass die Anbieter mit ihren Diensten auf das hochpreisige Segment des Geschäftsmarktes zielen. Die Yankee Group empfiehlt, die Strategie auf die kleinen und mittelständischen Kunden auszuweiten, da letztere über weniger interne Ressourcen verfügen, um Dienste zu entwickeln oder konvergente Sprach-/Datennetze zu betreiben. Die Studie zeigt außerdem, dass sich die Herangehensweise der Telekommunikationsanbieter bei neuen Services geändert hat. Die Unternehmen schauen mittlerweile zuerst auf den Bedarf der Kunden und entwickeln dann einen entsprechenden Service. Früher dagegen wurde ein Service entwickelt, der dann den Kunden angeboten wurde.

Die vollständige Studie "European Telcos Voice their Faith in Convergence" finden Sie unter
http://newsroom.cisco.com

Weitere Informationen:
Cisco Systems GmbH Fink & Fuchs Public Relations AG
Sabine Lobmeier
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Thorsten Hecking
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