Der richtige Weg zur Netzwerksicherheit: Checkliste

Der richtige Weg zur Netzwerksicherheit: Checkliste

In vielen KMUs wird nicht ausreichend für Netzwerksicherheit gesorgt. Vergewissern Sie sich, dass Ihre Sicherheitsstrategie ausreicht.

Kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) verlassen sich heute mehr als je zuvor bei der Abwicklung sämtlicher Aspekte ihres Geschäfts auf ihre Netzwerke - von der internen und externen Kommunikation über Bestandskontrolle, Abrechnung und Vertrieb bis hin zum Handel mit externen Partnern. In vielen KMUs wird jedoch aus verschiedenen Gründen nicht ausreichend für Netzwerksicherheit gesorgt:

  • Für viele kleine und mittelständische Unternehmen ist die Netzwerksicherheit zu komplex und erfordert einen zu großen Ressourcenaufwand, um sich damit auseinanderzusetzen. Ein schrittweiser Ansatz unter Zuhilfenahme der folgenden Checkliste kann Ihnen dabei helfen, sich mit diesem Thema zu befassen. Ziehen Sie darüber hinaus einen unabhängigen Sicherheitsberater hinzu, der Ihre Sicherheitsstrategien objektiv beurteilen kann und Sie dabei unterstützt, einen ganzheitlichen Sicherheitsplan für Ihr Unternehmen auszuarbeiten.
  • Für viele Unternehmen ist die Netzwerksicherheit ein weiterer Kostenfaktor, der das Unternehmenswachstum nicht vorantreibt. Es hilft jedoch, das Thema Netzwerksicherheit aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Sie sollten die Netzwerksicherheit als unerlässliche Voraussetzung für die Kontinuität Ihres Geschäfts ansehen und nicht als ein IT-Problem. Netzwerke sind für Unternehmen zu einem wesentlichen Bestandteil ihrer Geschäftstätigkeit geworden; deshalb ist eine Sicherheitsstrategie genauso wichtig wie eine Vertriebs- und Marketingstrategie.
  • Es gibt Stimmen, die behaupten, kleine Unternehmen wären weniger anfällig für Sicherheitsangriffe. Dies ist ein Trugschluss, denn viele größere Unternehmen bauen ihre Netzwerksicherheit aus, was zur Folge hat, dass Hacker und andere Personen mit böswilligen Absichten ihre Aufmerksamkeit auf kleine und mittelgroße Unternehmen lenken.

Allgemeine Tipps für die Planung einer Sicherheitsstrategie

Die folgenden Tipps können Ihnen helfen, einen wirksamen Plan für die Netzwerksicherheit zu entwickeln und Unterstützung für den Einsatz dieses Plans zu erhalten:

  • Richten Sie das Augenmerk auf den Return on Value (ROV) anstatt auf den Return on Investment (ROI). Denken Sie an die möglichen verheerenden Folgen, die eine Sicherheitsverletzung haben könnte, wie z. B. Umsatzverluste oder rechtliche Auseinandersetzungen mit Kunden.
  • Gehen Sie nie davon aus, dass Angriffe auf die Netzwerksicherheit nur von außen erfolgen. Selbst treue Mitarbeiter können ungewollt die Sicherheit kompromittieren; ganz zu schweigen von verärgerten oder ehemaligen Angestellten, die große Schäden anrichten können.
  • Lösen Sie Sicherheitsprobleme nicht, indem Sie Flickwerk betreiben, sondern setzen Sie eine ganzheitliche Sicherheitsstrategie ein, die lückenlos alle Sicherheitsbereiche abdeckt.
  • Arbeiten Sie bei der Entwicklung und Implementierung von Sicherheitsstrategien mit anderen in Ihrem Unternehmen zusammen. Konzentrieren Sie sich dabei auf Technologie, Schulung, Standortsicherheit usw.
  • Finden Sie das richtige Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Nutzbarkeit. Je sicherer das Netzwerk, desto schwieriger ist unter Umständen seine Nutzbarkeit.

Checkliste für die Netzwerksicherheit

Jedes kleine und mittelständische Unternehmen sollte über einen schriftlichen (und gut durchdachten) Plan für die Netzwerksicherheit verfügen. Die Beantwortung der folgenden Fragen kann Ihnen dabei helfen, Ihre eigenen Sicherheitsrichtlinien zu entwickeln:

Machen Sie eine Bestandsaufnahme Ihrer bestehenden Sicherheitstechnologien

Setzen Sie die folgenden Sicherheitstechnologien ein?

  • Firewall
  • Virtuelle private Netzwerke (VPNs)
  • Intrusion-Prevention-Systeme
  • Anti-Virus-Lösungen
  • Sicheres Wireless-Netzwerk
  • Anomaly Detection (Erkennung ungewöhnlicher Ereignisse)
  • Identitätsmanagement
  • Prüfung der Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien

Identifizieren Sie Ihre wichtigsten digitalen Vermögenswerte und die damit verbundenen Zugriffsmöglichkeiten

  • Welche digitalen Vermögenswerte hat Ihr Unternehmen?
  • Wie hoch ist ihr Wert?
  • Wo befinden sich diese Vermögenswerte?
  • Wer hat Zugriff darauf und warum? Haben alle Mitarbeiter die gleichen Zugriffsrechte für das Netzwerk und die Anwendungen?
  • Erstreckt sich der Zugriff auch auf Partner und Kunden?
  • Wie kontrollieren, prüfen und überwachen Sie den Zugriff?

Schätzen Sie die potenziellen Auswirkungen einer Sicherheitsverletzung ab

  • Welche potenziellen finanziellen Auswirkungen hätte ein Netzwerkausfall, der aufgrund einer Sicherheitsverletzung verursacht wurde?
  • Würde eine Sicherheitsverletzung Ihre Lieferkette unterbrechen und (wenn ja) inwieweit?
  • Welche Auswirkungen hätte der Absturz Ihrer Website? Wie lange kann die Website nicht verfügbar sein, bevor dies für Ihr Unternehmen wesentliche finanzielle Folgen hätte?
  • Stehen auf Ihrer Website E-Commerce-Features zur Verfügung? Wie lange kann Ihre Handelsschnittstelle (Storefront) nicht verfügbar sein, bevor dies für Ihr Unternehmen wesentliche finanzielle Folgen hätte?
  • Ist Ihr Unternehmen gegen Cyberangriffe oder den Missbrauch von Kundendaten versichert? Wenn ja, ist der Versicherungsschutz angemessen?

Berücksichtigen Sie gegenwärtige und zukünftige Anforderungen

  • Wie wird Ihrer Meinung nach Ihr Geschäftsplan in den kommenden Jahren aussehen?
  • Wann haben Sie Ihre Netzwerkgeräte das letzte Mal aktualisiert? Und Ihre Software und Virusdefinitionen?
  • Welches Sicherheitstraining erhalten Ihre Mitarbeiter?
  • Wie wird sich Ihr Unternehmenswachstum auf Ihre digitalen Vermögenswerte und deren Wert für Ihr Unternehmen als Ganzes auswirken?
  • Werden Ihre Mitarbeiter, Kunden oder Partner in Zukunft verstärkt von entfernten Standorten aus auf diese digitalen Vermögenswerte zugreifen?

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