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DSL-Zugangsnetze

Der Begriff Breitband ist mittlerweile auch in Deutschland nicht mehr nur synonym mit breitbandigem Internetzugang. Dienste wie Voice over IP (VoIP) und Video on Demand (VoD) gehören zum Portfolio vieler Anbieter und sollen neben dem Umsatz vor allem die Kundenbindung verbessern.

Mit der Einführung von Triple-Play-Diensten über DSL stehen umfangreiche Änderungen in der Architektur heutiger DSL-Netze an. Die neue Generationen der IP-DSLAMs (DSL Access Multiplexer) sind oft ausgerüstet mit der schnelleren VDSL- oder ADSL2+-Technik sowie Gigabit-Ethernet-Schnittstellen. Auch beim Kunden stehen inzwischen auf Dienste spezialisierte Geräte wie VoIP-Gateways und Set-Top-Boxen, die umfangreiche Planung und Kenntnisse beim Provider verlangen. Das neue Aggregationsnetz muss nicht nur deutlich höhere Datenraten bewältigen, sondern auch die spezifischen Dienstgüte-Anforderungen der neuen Services erfüllen. Für Service Provider mit bereits vorhandenen DSL-Netzen besteht zusätzlich die Aufgabe der Migration. Aus Kostengründen ist es dabei insbesondere wichtig, die Telefonie- und Videodienste hinzuzufügen, ohne dass Änderungen bei den bestehenden Kunden und deren DSL-Modems/Routern nötig werden.

Provider, die neben Privat- auch Geschäftskunden bedienen, stehen vor einer zusätzlichen Herausforderung. Einerseits wird die preiswerte DSL-Technologie immer populärer als Zugang zum VPN, andererseits erwarten die Kunden im Zeitalter konvergenter IP-Telefonie-Lösungen für deren störungsfreien Betrieb end-to-end-Verbindungen mit definierter Dienstgüte und hoher Verfügbarkeit. DSL-Verbindungen müssen also vollständig in vorhandene VPN-Lösungen unter Wahrung der vorhandenen Dienstgüte-Implementierungen integriert werden.

Im Mittelpunkt des Breitband-Aggregierungs-Portfolios von Cisco stehen vier verschiedene B-RAS-Modelle sowie die Edge Router der Reihen 7600/6500, 4500 und 3750. Bei den B-RAS-Produkten bietet Cisco das umfassendste Angebot im Markt. Alle Geräte sind hinsichtlich Funktionalität und Bedienbarkeit gleich und erlauben die DSL-Aggregierung sowohl über ATM als auch Gigabit Ethernet. Die B-RAS unterstützen das Cisco Service Selection Gateway (SSG) und den Cisco Subscriber Edge Services Manager (SESM). Sie ermöglichen individuelle On-Demand-Dienste, Markenwebportale, dienstbasierende Authentifizierung und Rechnungswesen sowie das Management von Diensten und Kunden.

Alles unter Kontrolle mit den Service Control Engines

Im Jahr 2004 hat Cisco mit P-Cube einen der führenden Hersteller von IP-Service-Control-Plattformen übernommen. Die Lösungen dienen Service Providern als Herzstück für IP-Dienste wie Teilnehmer-Identifizierung, Klassifizierung von Anwendungen und Service-Performance-Optimierung, ohne dass sie kostspielige Upgrades im Netzwerk vornehmen müssen. Damit eröffnen sich ihnen zusätzliche Möglichkeiten für die Kontrolle und Verwaltung von neuen IP-Diensten wie Voice-over-IP, interaktive Spiele, Video-on-Demand und die Entwicklung weiterer, differenzierender Services. Ein anderer typischer Einsatzfall ist die Reduzierung des Kostenrisikos, das häufig bei Flatrate-Tarifen durch die oftmals immensen Datenmengen von Peer-to-Peer-Anwendungen entsteht.

Ein Anwendungsbeispiel für Triple Play finden Sie hier:
http://newsroom.cisco.com/dlls/2005/prod_012705.html

Cisco arbeitet auch in diesem Bereich mit hochkarätigen Partnern wie Ericsson zusammen.

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