Besonderheiten der Branche
Neue Wissenschaften wie die Analyse von Genomen (Genstruktur im
Organismus) und Proteomen (Analyse der Proteinstruktur) sind für
das weitere Wachstum der Pharmaindustrie unentbehrlich. Die neuen Bereiche
werden die Anzahl der Zielgruppen für Arzneimittel von vielen Hunderten
auf Zehntausende erhöhen. Die Möglichkeit, Medikamente auf die
individuelle genetische Struktur abzustimmen, hat große Auswirkungen
auf Entwicklungs-Strategien und Geschäftsabläufe. Wie wichtig
dies ist, verdeutlicht die Tatsache, dass derzeit 10 bis 20 Prozent der
F&E-Etats großer Pharmaunternehmen in die Genomanalyse fließen.
Um das wirtschaftliche Potenzial dieser Methoden ausschöpfen zu
können, muss die Pharmaindustrie:
- das Management hoher und komplexer Datenvolumina optimieren
- das Portfolio-Management verbessern, um die Anwärter für
solche Arzneimittel, die eine hohe Wahrscheinlichkeit auf wirtschaftlichen
Erfolg haben, identifizieren zu können
Branchenlösung(en)
Pharmazeutische Unternehmen müssen neue Technologien, Geschäftsabläufe
sowie das Zusammenarbeiten übernehmen und ihr Hauptaugenmerk auf
Knowledge Management und nicht mehr auf die Erfassung von Daten richten.
Die neuen E-Research-Methoden erfordern spezielle Werkzeuge. Pharmaunternehmen
müssen neue Arbeitsmethoden mit folgenden Inhalten übernehmen:
- Netzwerke von Forschungsallianzen, um den Zugang zu neuen Gen-Technologien
und -Forschungen zu gewährleisten
- Zusammenarbeit von Forschungswissenschaftlern in virtuellen Medikamenten-Entwicklungsteams
- standardisierte Werkzeuge und Abläufe, die über Medikamenten-Entwicklungsportale
bereit gestellt werden. Dazu gehören z.B. die Genkartografie und
Datenbanken, die Krankheitsstadien mit Genotypen in Verbindung bringen
Vorteile
- Höherer wirtschaftlicher Fokus
- Bessere Management-Informationen
- Schnellerer Ablauf
- Reduzierung von Kosten und unproduktiven Investitionen