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Vereinfachte Integration für elektronische Fallakte (eFA) mit Cisco MDES

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  • eFA-Box basiert auf Medical Data Exchange Solution von Cisco
  • Projekt von Cisco, Tiani-Spirit, Fraunhofer und eFA-Verein
  • Anbindung Medizinischer Informationssysteme an elektronische Fallakten

Wien/München, 8. September 2010. Der internationale Konzern Cisco, das österreichische Software-Unternehmen Tiani Spirit, das Institut Fraunhofer für anwendungsorientierte Forschung und der deutsche eFA-Verein bieten künftig in Deutschland gemeinsam Ciscos IHE-basierte Medical Data Exchange Solution (MDES) als eFA-Box an. Cisco MDES ist konform mit dem Rahmenwerk für medizinische Standards IHE (Integrating Healthcare Enterprise). Das ermöglicht den sicheren Austausch medizinischer Daten zwischen unterschiedlichen Systemen. Sie sorgt für eine einfachere Anbindung von Medizinischen Informationssystemen wie Krankenhausinformations-, Labor- und Praxissystemen an elektronische Fallakten. Basierend auf der vom Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST spezifizierten elektronischen Fallakte (eFA) wird die Lösung noch in diesem Jahr umgesetzt.

Die Bezeichnung eFA-Box wurde gewählt, da die Gesamtlösung innerhalb eines Routers als eine Art Toolbox zur standardisierten Integration von Medizindaten realisiert wird. Die Bausteine der eFA-Box bringen alle derzeit verfügbaren IHE-Profile im Bereich Cross-Document-Sharing und Master Patient Indexing über HL7 mit den WS- und SAML-basierten eFA-Sicherheitsdiensten zusammen, um so sämtliche eFA-Schnittstellen umzusetzen. So können auf einfache Weise rasch diverse Informationssysteme in die eFA eingebunden werden.

Vision umgesetzt
Mit der eFA-Box lässt sich die Vision einer deutschlandweit arztgeführten Akte für die Akutversorgung realisieren. So erklärt Winfried Seibert, Vorstand des eFA-Vereins: „Durch Abstimmung mit der Deutschen Telematikinfrastruktur seitens des Vereins zur elektronischen Fallakte verbinden sich die regionalen Netze der Leistungserbringer, die für einzelne Behandlungszusammenhänge arztgeführte Fallakten aufbauen, zu einem sicheren Versorgungsnetz, dessen Zugänge der Patient im Rahmen seines Arztbesuches regelt. Die eFA-Box wird nun durch vorhandene internationale Standards für eine raschere Umsetzung der Projekte sorgen.“

Till Osswald, Business Development Manager, Cisco Healthcare Europa, ergänzt: „Durch die Integration eines hierarchischen n-dimensionalen Patientenindex und zahlreichen anderen IHE-Profilen in das Netzwerk erlaubt die eFA-Box die virtuelle patientenzentrierte Ansicht von Informationen von überall und bietet trotzdem einen hohen Grad an Sicherheit.“

Für die Gewährleistung von Datensicherheit und Datenschutz sorgen aktuelle Sicherheitstechnologien und eine Abstimmung mit den Standards der deutschen Telematikinfrastruktur. In einer eigenen Architektur innerhalb der eFA werden entsprechende Bausteine und Werkzeuge realisiert, um größtmögliche Sicherheit beim Austausch medizinischer Informationen zu erreichen. Alle Daten im Zuständigkeitsbereich eines Leistungserbringers werden auf der eFA-Box durch modernste kryptographische Mechanismen beim Austausch geschützt und lassen sich nur über einen pseudonymisierten Zugriff abfragen.

Zur Projektinitiative eFA in Deutschland
Die elektronische Fallakte (eFA) wurde von 2006 bis 2008 vom Fraunhofer ISST im Auftrag eines Konsortiums privater Klinikketten und der Deutschen Krankenhausgesellschaft spezifiziert. Die Weiterentwicklung der Spezifikationen und die Etablierung der eFA im Deutschen Gesundheitswesen werden seit 2009 vom eFA-Verein, dem mehr als 20 öffentliche, private und gemeinnützige Kliniken und Arztnetze angehören, vorangetrieben.

Die eFA ist zugeschnitten auf die Unterstützung von Ärzten im Kontext von regionalen Versorgungsnetzen und einrichtungsübergreifenden Behandlungsketten. Die starke Zweck- und Behandlungsbindung der Fallakte und die Bindung an eine feste Behandlergruppe erlauben einen effizienten Datenaustausch zwischen Ärzten, bei dem die verfügbar gemachten Daten in Bezug auf Vollständigkeit und Qualität dem entsprechen, was das Ärztenetzwerk als seinen eigenen Standard definiert.

Diese funktionale Fokussierung verbindet die eFA mit einer auf Integrierbarkeit und Interoperabilität angelegten Sicherheitsarchitektur. Durch den Peer-to-Peer-Ansatz kann ein einweisender Arzt über das Portal jeder beliebigen eFA-Klinik auf die Daten seiner Patienten zugreifen – egal wo diese gerade behandelt werden. Hierdurch erlaubt die eFA die schrittweise Weiterentwicklung von einem Zuweiserportal zu einem regionalen Gesundheitsnetzwerk, in dem mehrere Kliniken und Arztnetze diagnosespezifisch miteinander kooperieren.

Cisco MDES – eine österreichische Entwicklung
Die Cisco Medical Data Exchange Solution (MDES) ist eine dezentrale, auf internationalen Standards (IHE) basierende Integrationsplattform, die einen patientenzentrierten Zugriff auf medizinische Daten ermöglicht. Sie bietet den Verantwortlichen im Gesundheitswesen Zugriff auf Informationen, die sich in unterschiedlichen Systemen und verschiedenen Standorten bzw. Organisationen befinden. Dabei bleiben die Daten dort, wo diese erzeugt werden, und es findet eine 'Verlinkung' so statt, dass auf lokaler Ebene alle dezentral verfügbaren Daten eines Patienten eingesehen werden können. Die MDES-Technologie ist eine gemeinsame Entwicklung von Cisco und dem österreichischen Unternehmen Tiani Spirit.

Diese Lösung wird derzeit im Rahmen des Europäischen epSOS Projektes für internationalen Datenaustausch zwischen 12 EU-Mitgliedsländern als Komplettlösung innerhalb der dortigen National Contact Points (NCPs) diskutiert und sogar teilweise in diversen Ländern als Komplettlösung für alle lokalen Datenaustauschprojekte behandelt. Darüber hinaus sorgt sie in den USA (US Healthcare Stimulus Plan) für große Aufmerksamkeit. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es bereits zahlreiche Pilotprojekte mit dieser Lösung für diverse medizinische Zuständigkeitsbereiche. Das österreichische Klinikum Wels-Grieskirchen ist eines der ersten Krankenhäuser, die das Cisco MDES-System erfolgreich in Betrieb genommen haben.

Aktuelle Informationen von Cisco Austria sind über die Kurznachrichten-Plattform „Twitter“ (www.twitter.com/Cisco_Austria) abrufbar.

Weitere Informationen:
Cisco Systems Austria GmbH, Millennium Tower, Handelskai 94-96, A-1200 Wien, www.cisco.at
Wolfgang Fasching-Kapfenberger, Tel. 01/240 30- 6247, Fax 01-24030/ 6300, wfaschin@cisco.com
The Skills Group, Christiane Fuchs-Robetin, Tel. 01/505 26 25. Fax 01/505 94 22, fuchs-robetin@skills.at

Über Cisco
Cisco (NASDAQ: CSCO), weltweit führender Anbieter von Networking-Lösungen, verändert die Art und Weise wie Menschen miteinander in Kontakt treten, kommunizieren und zusammenarbeiten. Weitere Informationen zu Cisco finden Sie unter http://www.cisco.at. Cisco-Produkte werden in Europa von der Cisco Systems International BV geliefert, eine Tochtergesellschaft im vollständigen Besitz der Cisco Systems, Inc.

Cisco, Cisco Systems und das Cisco Systems-Logo sind eingetragene Marken oder Kennzeichen von Cisco Systems, Inc. und/oder deren verbundenen Unternehmen in den USA und in anderen Ländern. Alle anderen in diesem Dokument enthaltenen Marken sind Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber. Die Verwendung des Worts "Partner" bedeutet nicht, dass eine Partnerschaft oder Gesellschaft zwischen Cisco und dem jeweils anderen Unternehmen besteht. Dieses Dokument ist eine Veröffentlichung von Cisco.

 

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